Elektro-Azubis müssen auf Stromunfälle vorbereitet werden

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So bereiten Sie Ihre Elektro-Azubis auf Stromunfälle vor.
Auszubildende müssen die Gefahren elektrischer Energie kennen. (Bildquelle: industryview/iStock/Getty Images Plus)

Elektriker wird man aus Leidenschaft, oder? Auszubildende der Elektrotechnik sind meist mit Feuereifer bei der Sache. Umso wichtiger ist es für die Ausbilder, ihre Azubis auch für die Gefahren des elektrischen Stroms zu sensibilisieren. Elektro-Azubis müssen die Schutzmaßnahmen verinnerlichen und wissen, wie sie sich im Ernstfall, bei einem Stromunfall, richtig verhalten.

Die Gefahren des elektrischen Stroms richtig einschätzen

Zunächst sollten die Azubis einschätzen können, welche Gefahren von der Arbeit mit elektrischer Energie ausgehen. Strom ist unsichtbar und meistens sind Stromstärke und Spannungshöhe unbekannt. Wahrscheinlich hilft es bei der Realisierung der Gefahren, wenn man sich einmal die Zahl der Stromunfälle vor Augen hält.

Regelmäßig veröffentlicht die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) auf ihrer Webseite die Statistiken der Stromfälle. Diesen ist zu entnehmen, dass die Zahlen jedes Jahr kontinuierlich ansteigen. Im Jahr 2019 wurden der Berufsgenossenschaft von ihren Mitgliedern insgesamt 4.035 Stromunfälle gemeldet – im Jahr 2015 waren es noch 3.361.

Dabei spielen die Berufsgruppen und die Berufserfahrung eine Rolle. Die Berufsgenossenschaft hat die ihr gemeldeten Stromunfälle für die Jahre von 2014 bis 2018 nach der Art der elektrotechnischen Qualifikation aufgeschlüsselt. An Stromunfällen waren prozentual diese Gruppen beteiligt:

  • zu 48,1 % Elektrofachkräfte
  • zu 28,0 % elektrotechnisch unterwiesene Personen
  • zu 22,8 % Laien
  • zu 1,2 % Sonstige

Die hohe Zahl der beteiligten Elektrofachkräfte lässt sich wohl damit erklären, dass diese auch am meisten mit elektrischem Strom zu tun haben. Interessant wird es aber dann, wenn man die an Stromunfällen beteiligten Elektrofachkräfte nach ihrer Berufserfahrung aufschlüsselt. Dann sieht es so aus:

  • zu 43,3 % waren Elektrofachkräfte mit Berufserfahrung von bis zu 5 Jahren beteiligt
  • zu 21,1 % mit Berufserfahrung über 5 bis 10 Jahre
  • zu 18,5 % über 10 bis 20 Jahre
  • zu 17,1 % über 20 Jahre

Daraus lässt sich schließen: Je mehr Erfahrung man als Elektrofachkraft hat, umso weniger ist man an einem Stromunfall beteiligt. Mit der beruflichen Erfahrung lernt man immer mehr die Gefahren des elektrischen Stroms richtig einzuschätzen.

Doch darauf kann man nicht warten. Die Elektro-Azubis müssen von Anfang an wissen, wie gefährlich ihre Arbeit mit elektrischer Energie ist.

 

Richtig handeln nach einem Stromunfall

Die Elektro-Azubis werden im E-Learning-Kurs für die Gefahren der elektrischen Energie sensibilisiert.

Wir meinen, die Elektro-Azubis müssen dort abgeholt werden, wo sie stehen. Deshalb setzen unsere neuen E-Learning-Kurse bei der Begeisterung der Auszubildenden für ihren Beruf und ihren Spaß an der Sache an. Die Azubis von heute sind mit der bunten Vielfalt der Medien aufgewachsen. Dem entsprechen die E-Learning-Kurse mit ausdrucksstark gezeichneten Figuren, Dialogen und Übungen.

Im Kurs „Richtig handeln nach einem Stromunfall“ begleiten die Auszubildenden den Ausbilder Tom und ihren Azubi-Kollegen David. Am ersten Tag lernen die Azubis die Auswirkungen elektrischer Energie kennen. Das lernen sie anhand von Stromtest-Dummies und einer Übung. Weiter geht es mit dem Ohmschen Gesetz und den Gefahren von Strom für den menschlichen Körper.

Der E-Learning-Kurs trainiert die Elektro-Azubis für die Erste Hilfe bei einem Stromunfall.

Am zweiten Tag geht es um einen Stromunfall im Niederspannungsbereich und um die Erste Hilfe bei einem Stromunfall. Das spielen die Azubis anhand verschiedener Szenarien durch:

  • Erste Hilfe bei einer ansprechbaren Person
  • Erste Hilfe bei einer nicht ansprechbaren Person
  • Stabile Seitenlage
  • Wiederbelebungsmaßnahmen

 

Im E-Learning-Kurs lernen die Elektro-Azubis, wie sie sich bei einem Unfall im Hochspannungsbereich verhalten müssen.

Am dritten Tag lernen die Auszubildenden, was bei einem Stromunfall im Hochspannungsbereich zu tun ist, außerdem mehr über das sichere Arbeiten im spannungsfreien Zustand und die fünf Sicherheitsregeln. Damit sind Ihre Auszubildenden für die Gefahren des elektrischen Stroms sensibilisiert und wissen, was sie bei einem Stromunfall tun müssen.

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