Wiederholungsprüfungen an Niederspannungs-Leitungsanlagen

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Elektrische Anlagen müssen regelmäßig geprüft werden.
Elektrische Anlagen müssen regelmäßig geprüft werden. (Bildquelle: AndreyPopov/iStock/Getty Images Plus)

Alle Elemente einer elektrischen Anlage sind während der Dauer ihres Betriebs Belastungen ausgesetzt und müssen regelmäßig geprüft werden, um Schäden auszuschließen – so auch Leitungsanlagen. Mit Wiederholungsprüfungen wird sichergestellt, dass die Leitungsanlage auch nach Änderungen oder Anlagenerweiterungen den Sicherheitsanforderungen entspricht.

Elektrische Leitungsanlagen unterliegen ebenso wie alle anderen Elemente einer elektrischen Anlage dem Verschleiß aufgrund äußerer Belastungen und Materialveränderungen über die Nutzungsdauer. Diese Tatsache ist unvermeidbar und wird verstärkt durch Anpassungen und Erweiterungen der Anlagen sowie physikalische Belastungen. Aus diesen Gründen ist eine regelmäßige Kontrolle unerlässlich, um den sicheren Betrieb aufrechterhalten zu können und nicht von unangenehmen Überraschungen heimgesucht zu werden. Diese sind meist kostspielig und führen mitunter zu langen Ausfällen ganzer Anlagenabschnitte.

Zustand einer Leitungsanlage nach ihrer Errichtung

Niederspannungs-Schaltanlagen sowie die zugehörigen Leitungsanlagen sind generell nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu errichten und zu betreiben. Innerhalb des VDE-Vorschriftenwerks sind die Anforderungen an Leitungsanlagen in der DIN VDE 0298-4:2013-06 „Verwendung von Kabeln und isolierten Leitungen für Starkstromanlagen – Teil 4: Empfohlene Werte für die Strombelastbarkeit von Kabeln und Leitungen für feste Verlegung in und an Gebäuden und von flexiblen Leitungen“ beschrieben. Sind die dort beschriebenen Regeln eingehalten, so ist die Leitungsanlage den Betriebsanforderungen entsprechend ausgelegt und erfüllt darüber hinaus die Anforderungen für den Kurzschlussfall. Für den Fall, dass die Betriebsbedingungen sowie die Auslegungsfaktoren unverändert über die Lebensdauer bleiben, ist lediglich der Zustand der Leitungsanlage zu berücksichtigen. In der Praxis verändert sich eine Leitungsanlage über die Lebensdauer jedoch ständig, sodass auch die Berechnungsfaktoren hinterfragt und ggf. angepasst werden müssen.

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  • Autor:

    B.Eng., MBA Jörg Belzer

    Leiter der technischen Abteilung des Logistikzentrums einer Handelskette

    Belzer, Joerg

    Jörg Belzer leitet heute die technische Abteilung eines Logistikzentrums einer großen Handelskette.

    Er absolvierte eine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker und war anschließend mehrere Jahre in der elektrotechnischen Instandhaltung tätig. Nach dem anschließenden nebenberuflichen Ingenieurstudium konnte er die gesamttechnische Leitung des Unternehmens übernehmen.


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