Neu: DGUV Information 203-077 - PSA zum Schutz gegen Störlichtbögen

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Selten aber hochgefährlich - der unerwünschte Lichtbogen
Selten aber hochgefährlich - der unerwünschte Lichtbogen (Bildquelle: MegaVOlt/iStock/Getty Images Plus)

Im September 2020 ist die DGUV Information 203-077 „Thermische Gefährdung durch Störlichtbögen – Hilfe bei der Auswahl der persönlichen Schutzausrüstung“ in einer Neufassung erschienen. Wer thermische Gefährdungen durch Störlichtbögen bei elektrotechnischen Arbeiten bewerten muss, kommt um dieses Dokument nicht herum.

Was hat sich geändert?

Rein äußerlich hat sich bei der Neufassung der DGUV Information 203-077 nichts verändert. Auf dem Titelbild arbeitet noch immer der gleiche Elektriker offenbar unter Spannung und in voller Schutzmontur an einem Hausanschlusskasten. Auch der Titel „Thermische Gefährdung durch Störlichtbögen“ sowie der Untertitel „Hilfe bei der Auswahl der persönlichen Schutzausrüstung“ sind gleich geblieben. Doch der Umfang ist von 56 auf 108 Seiten und damit auf fast das Doppelte angewachsen.

Keine Angst, das bedeutet keineswegs, dass sich die Zahl der Vorschriften zur Schutzausrüstung für Elektrofachkräfte verdoppelt hätte. Seit der letzten Ausgabe dieser DGUV Information von 2012 sind zwar einige Normen für Schutzkleidung neu hinzugekommen, aber diese betreffen eher die Prüfung und Zertifizierung, also den Hersteller, und weniger den die Schutzausrüstung benutzenden Anwender. Der Zuwachs geht im Wesentlichen darauf zurück, dass sich sowohl Anzahl wie Umfang der Anhänge deutlich vergrößert haben.

  • Autor:

    Dr. Friedhelm Kring

    freier Lektor und Redakteur

    Kring, Friedhelm

    Dr. Friedhelm Kring ist freier Lektor, Redakteur und Fachjournalist mit den Schwerpunkten Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

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Kommentar von Uli Schmidt |

Tolle Themen, macht schlauer und regt zum nachdenken an, Danke.

Kommentar von Christoph Strack |

Hallo Herr Belzer,
vielen Dank für Ihren Beitrag.
Können Sie Punkt 2 bitte genauer definieren bzw. auf die Praxis projizieren.
Oft ist in Unternehmen die Führung der Elektrofachkräfte in diziplinarisch (Laie) und fachlich (EFK / VEFK) geteilt.
Meiner Meinung ist es nicht möglich, dass ein Laie Elektrofachkräfte führt. Und ich kann auch nicht nachvollziehen, wie man es zulassen konnte, dass in unserem Fachbereich eine solche Teilung möglich / rechtens ist.
Wie geht man mit so einer Teilung um und wo sind genau die Grenzen?

Vielen Dank vorab für Ihre Unterstützung

Kommentar von Electricistas León |

ein sehr erklärender Artikel

Bitte addieren Sie 8 und 2.