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Die Wirkungen des elektrischen Stroms

Für den Menschen kann die Wirkung des elektrischen Stroms tödlich sein.
Für den Menschen kann die Wirkung des elektrischen Stroms tödlich sein. (Bildquelle: lovin-you/iStock/Thinkstock)

Warum war Strom eine so bahnbrechende Erfindung? Die große Bedeutung, die der elektrische Strom in unserem heutigen Leben hat, liegt in seinen vielfältigen Wirkungen: Wärme, Leucht-, chemische sowie magnetische Wirkung. All diese Auswirkungen des elektrischen Stroms hat sich der Mensch zunutze gemacht – und so ist Strom aus unserem Alltag heute nicht mehr wegzudenken.

Wärmewirkung

Fließt durch einen Draht Strom, so erwärmt sich dieser Draht. Diese Wirkung des elektrischen Stroms kommt in zahlreichen Geräten, die uns den Alltag erleichtern, zum Tragen, z.B. Wasserkocher, Bügeleisen, Elektroherde oder elektrische Heizöfen.

Lichtwirkung

Bei der Glühlampe ist die Wärmewirkung sogar so stark, dass der Draht zu leuchten beginnt und so für Helligkeit sorgt. Dies funktioniert auch bei LED-Leuchtdioden und Halogenlampen.

Magnetische Wirkung

Um einen Draht, durch den Strom fließt, entsteht ein Magnetfeld. Dies lässt sich gut an einer herkömmlichen Glühlampe beobachten: Hält man einen Magneten in die Nähe einer eingeschalteten Glühlampe, so beginnt der Glühwendel zu schwingen. Auch eine Magnetnadel wird durch den Strom abgelenkt. Diese magnetische Wirkung des elektrischen Stroms wird z.B. beim Elektromotor genutzt. Wichtig ist, dass das Magnetfeld, das durch den Strom erzeugt wird, stärker als das natürliche Magnetfeld der Erde ist. Ist das der Fall, so verläuft das elektrische Magnetfeld ringförmig um einen Draht.

Ein weiteres Beispiel sind Elektromagnete, wie sie z.B. auf Schrottplätzen eingesetzt werden. Diese Magnete können gezielt über einem Auto, das angehoben werden soll, eingeschaltet werden und bewegen dann auch nur dieses Auto. In der Elektrotechnik kommt u.a. bei Relaisschaltungen oder Drehspulinstrumenten zur Messung von Stromstärken diese magnetische Wirkung von Strom zum Einsatz.

Elektrolyse – chemische Wirkung

Die chemische Wirkung des elektrischen Stroms wird bei der Elektrolyse genutzt. Dabei wird ein Leitfähigkeitsmesser in ein Gefäß mit einer Lösung gehalten. Infolge der chemischen Wirkung setzen sich dann bestimmte Teilchen der Lösung an der einen oder anderen Seite des Gefäßes ab. Auf diese Weise werden z.B. Wasserstoff, Aluminium, Chlor und Natronlauge gewonnen.

Wirkungen des elektrischen Stroms auf den Menschen

Für den Menschen kann die Wirkung des elektrischen Stroms tödlich sein. Durch die Wärmewirkung entstehen an der Ein- und Austrittsstelle des Stroms Verbrennungen. Auch die chemische Wirkung von Strom kann großen Schaden anrichten, denn sie zersetzt Elektrolyte wie Blut, Schweiß oder Speichel. Schließlich reizt Strom auch unsere Muskeln: Bereits eine Spannung von 20 bis 30 V kann so starke Krämpfe auslösen, dass wir unsere Hand nicht mehr von der Stromquelle lösen können. Ist der Brustkorb betroffen, kann es zu Atem- oder Herzstillstand kommen.

Autorin: Birgit Adam

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