Obsoleszenz im Griff: So sichern Sie die Verfügbarkeit Ihrer Anlagen

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Kein Ersatzteil verfügbar: Ohne Obsoleszenzmanagement drohen Stillstand und hohe Folgekosten.
Kein Ersatzteil verfügbar: Ohne Obsoleszenzmanagement drohen Stillstand und hohe Folgekosten.

Maschinen und Anlagen sollen möglichst lange verfügbar bleiben – doch genau das wird zunehmend schwieriger. In der Instandhaltung zeigt sich das Problem besonders deutlich: Fällt eine Komponente aus und ist nicht mehr lieferbar, drohen Stillstand, hohe Kosten und im schlimmsten Fall der Ausfall ganzer Anlagen. Ursachen sind oft abgekündigte Bauteile, technischer Wandel oder fehlende Vorsorge. Ein systematisches Obsoleszenzmanagement hilft, solche Risiken frühzeitig zu erkennen und die Verfügbarkeit von Anlagen dauerhaft zu sichern.

Was ist Obsoleszenz?

Die Industrie managt die Lebenszyklen ihrer Produkte entlang der Marktentwicklung. Der VDMA schätzt, dass allein die Elektronikindustrie pro Jahr über 100.000 Bauelemente abkündigt. Auch bei Maschinen und Anlagen werden Bau- oder Ersatzteile vor allem für ältere Produkte aus dem Angebot genommen. Haben die Betreiber in den Unternehmen dann keine Vorsorge getroffen, können an sich einsatzfähige Maschinen und Anlagen im schlimmsten Fall nicht mehr betrieben werden. Deshalb gewinnt das Thema „Obsoleszenzmanagement“ immer mehr an Bedeutung.

Von Obsoleszenz spricht man, wenn Ersatzteile während der Nutzungsdauer einer Maschine oder Anlage nicht mehr verfügbar sind. Dafür gibt es viele Gründe: Die Gewährleistungsfrist für eine Maschine ist ausgelaufen, die betroffene Komponente ist veraltet oder der Hersteller stellt die Produktion aus anderen Gründen auf andere Modelle um oder ganz ein.

Durch die Digitalisierung veralten zwangsläufig besonders viele Komponenten, die den Funktionsanforderungen für Industrie 4.0 nicht mehr genügen. Auch Software veraltet spätestens dann, wenn sie mit neuer Hardware nicht mehr kompatibel ist. Dies wird wie bei physischen Komponenten künftig ebenfalls zu einem Kernproblem werden.

Wichtig: Es kommt sogar vor, dass Komponenten bereits bei der Markteinführung einer Maschine oder Anlage abgekündigt werden. Zwar kann man die Verfügbarkeit kritischer Komponenten vertraglich festlegen, doch ist diese Vereinbarung hinfällig, falls es beim Hersteller zu wirtschaftlichen Problemen kommt.

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  • Autor:

    Sabine Kurz

    freie Journalistin, Texterin, Buchautorin

    Sabine Kurz

    Nach einem Psychologiestudium und Stationen als festangestellte Redakteurin ist Sabine Kurz seit langem als freie Journalistin, Texterin und Buchautorin erfolgreich.


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