Wenn Kosten steigen und Liefertermine kippen, liegt das Problem oft im Wertstrom. Wer jetzt pauschal spart, riskiert mehr Fehler, längere Durchlaufzeiten und unzufriedene Kunden. Entscheidend ist, die richtigen Kennzahlen im Blick zu haben. Bestandsbindung, Durchlaufzeit, Fehlerrate, Liefertreue, Wertschöpfung und Anlagenproduktivität zeigen, wo Prozesse wirklich Schwächen haben – und wo Sie ansetzen müssen.
Wertströme unter wirtschaftlichem Druck
Aktuell sind die Wertströme vieler Unternehmen massiv unter Druck. Die Umsätze stagnieren oder brechen gar ein, die Kosten jedoch bleiben in vielen Fällen annähernd gleich. Das führt im Ergebnis zu schrumpfenden Gewinnen und nicht selten auch zu deren Umkehr von schwarzen in rote Zahlen. Infolgedessen reagieren Unternehmen häufig panisch. Kostensenkungsprogramme werden aufgelegt und pauschal über alle Bereichen ausgebreitet. Das betrifft das Verschieben von notwendigen Investitionen ebenso wie das Reduzieren von Einkaufsmengen oder das Absenken der Arbeitszeiten. Doch das, was zur Rettung der wirtschaftlichen Bilanz des Unternehmens aufgelegt wird, erweist sich in der täglichen Praxis nicht selten als kontraproduktiv. Denn plötzlich können Liefertermine nicht eingehalten werden, führen Qualitätsmängel zu Reklamationen oder es werden Angebote aufgrund zu langer Lieferzeiten verloren.
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