Schutzmaßnahmen bei Fahrzeugen mit interner 230 V Versorgung

  • (Kommentare: 0)
  • Sicher Arbeiten
4,8/5 Sterne (10 Stimmen)
Handgeführtes Flurförderfahrzeug
Handgeführtes Flurförderfahrzeug (Bildquelle: Supersmario/iStock/Thinkstock)

Frage aus der Praxis

Wir haben eine Transportvorrichtung, die an einem handgeführten Flurförderfahrzeug montiert ist. Darauf transportieren wir Material, welches während dem Transport ständig gedreht werden soll. Wir sollen aus der 24 V Fahrzeugspannung mittels Wechselrichter 230 V erzeugen und über einen Umrichter daraus 230 V Drehstrom erzeugen und damit den Motor frequenzgeregelt antreiben.
Welche Netzform ist hier zu wählen? Und warum?
Kann man einfach einen Leiter mit dem PE/Potenzialausgleichsleiter verbinden und ein TN-Netz erzeugen, ohne dass eine ausreichende Erdung da ist?

Antwort des Experten

Udo Mathiae

Da keine Bezugserde auf der Energieerzeugungsseite vorhanden ist (Wechselrichter), muss im geschilderten Fall ein IT-Netz aufgebaut werden. Alle elektrisch leitfähigen Teile auf Verbraucherseite müssen in ihrer Gesamtheit in den Potentialausgleich mit einbezogen werden. Eine Isolationsüberwachung mit Alarmmeldung sollte vorgesehen sein, wenn die Betriebssicherheit beim ersten Fehler gewährleistet werden muss. Beim zweiten Fehler muss grundsätzlich eine Abschaltung der kompletten Anlage gewährleistet sein.



  • Autor:

    Udo Mathiae

    Leiter für elektrische Instandhaltung

    Udo Mathiae

    Udo Mathiae ist Leiter für elektrische Instandhaltung bei einem internationalen Elektrotechnik-Unternehmen (Glasfaserproduktion) in Augsburg.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 3 und 9?