Warum Betriebe heute ein Maschinenkataster und ein OT-Asset-Inventar benötigen

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Digital vernetzte Maschinen: Inventarisierung und Cybersecurity als Schlüssel für sichere Produktion
Digital vernetzte Maschinen: Inventarisierung und Cybersecurity als Schlüssel für sichere Produktion © erstellt durch KI

Elektrofachkräfte (EFKs) müssen sich spätestens im Jahr 2026 noch intensiver als bisher mit Cybersecurity auseinandersetzen − und das ist keine Empfehlung, sondern Pflicht. In einem digitalisierten Maschinenpark gibt es keine Anlagensicherheit (Safety) ohne Cybersicherheit (OT-Security bzw. Industrial Security). OT- oder Cybersicherheit wiederum lässt sich nicht erreichen, wenn man „nicht weiß, was man hat“. Ein aktueller internationaler Leitfaden unter Mitarbeit des deutschen BSI zeigt, warum und wie OT-Asset-Inventare zum Schlüssel der Absicherung von Maschinenparks werden. Noch nicht ausdiskutiert ist dabei, ob und wie die Unternehmen solche Inventare mit dem ohnehin bestehenden Maschinenkataster verknüpfen sollten.

Welche Funktion hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)?

Als Cybersicherheitsbehörde des Bundes gestaltet das BSI Informationssicherheit in der Digitalisierung durch Prävention, Detektion und Reaktion für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Internationale Zusammenarbeit in der Cybersicherheit gehört ebenfalls zu den Aufgaben des BSI.

Die industrielle Produktion hat in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen. Während Maschinen früher weitgehend autarke elektrotechnische Einheiten waren, sind sie heute Bestandteil hochvernetzter Systeme, in denen Daten, Software, Sensorik und digitale Steuerungen entscheidend für die Funktionsfähigkeit sind. Daraus folgt, dass die moderne Form von Maschinensicherheit, Industrial Security, ohne ein vollständiges Inventar aller OT-Assets nicht möglich ist.

Die neue Realität der industriellen Vernetzung

Maschinen, Anlagen, Sensoren und Softwarelösungen sind längst zu einem Teil des Industrial Internet of Things (IIoT) geworden. Statt Maschinen mit nicht vernetzten OT-Funktionen wie früher kontrollieren heute Automatisierungs- und Steuerungssysteme (Industrial Automation and Control Systems, IACS) den bestimmungsgemäßen und sicheren Betrieb von Maschinen und Anlagen. IACS umfassen sowohl Hardware- als auch Softwarekomponenten und regeln auch die organisatorischen Prozesse für die Errichtung.

Die an sich so hilfreiche Digitalisierung schafft für die Elektrosicherheit und den sicheren Betrieb von elektrischen Maschinen und Anlagen so neue Abhängigkeiten. Jede vernetzte Maschine oder Anlage ist ein potenzielles Einfallstor für Cyberangriffe, die sehr handfeste neue Risiken schaffen. Werden etwa sicherheitsrelevante Steuerungen manipuliert, können die kompromittierten Maschinen fehlerhafte Produkte herstellen oder, wenn Sicherheitseinrichtungen deaktiviert werden, Mitarbeitende verletzen.

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  • Autor:

    Sabine Kurz

    freie Journalistin, Texterin, Buchautorin

    Sabine Kurz

    Nach einem Psychologiestudium und Stationen als festangestellte Redakteurin ist Sabine Kurz seit langem als freie Journalistin, Texterin und Buchautorin erfolgreich.


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