DIN VDE 0100-701: Niederspannungsanlagen an Orten mit Badewanne oder Dusche
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e.+ Artikel: Die DIN VDE 0100-701 bringt wichtige Änderungen für elektrische Anlagen in Bädern und Duschen mit sich. Seit Juni 2025 gelten angepasste Anforderungen an Schutzbereiche, Betriebsmittel und Schutzmaßnahmen – mit direkter Relevanz für Planung, Errichtung und Prüfung. Erfahren Sie, was sich für Elektrofachkräfte konkret ändert und worauf jetzt besonders zu achten ist, um Sicherheit in Feuchträumen normgerecht umzusetzen.
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Auszug aus dem Artikel „DIN VDE 0100-701: Niederspannungsanlagen an Orten mit Badewanne oder Dusche“
- Schutzbereiche 0/1/2
- IP-Schutzarten (IPX4/IPX7)
- SELV/PELV in Nassräumen
Im Juni 2025 trat eine überarbeitete Fassung der DIN VDE 0100-701 in Kraft. Der vollständige Titel der Norm lautet: DIN VDE 0100-701 (VDE 0100-701):2025-06 „Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 7-701: Anforderungen für Betriebsstätten, Räume und Anlagen besonderer Art – Orte mit Badewanne oder Dusche“. Die aktuelle Fassung ersetzt die seit rund 16 Jahren geltende Vorgängerversion. Die Norm beschreibt die Anforderungen an die Errichtung von Niederspannungsanlagen in Bereichen mit Badewanne oder Dusche. Als Teil der Normenreihe „Errichten von Niederspannungsanlagen“ legt sie spezifische Schutzmaßnahmen für Feuchträume fest.
Anwendungsbereich: elektrische Anlagen in Räumen mit Nassbereichen
Die DIN VDE 0100-701 gilt für Orte mit fest installierter Badewanne oder Dusche; einschließlich solcher zur medizinischen Behandlung. Sie findet Anwendung auf elektrische Anlagen in diesen Bereichen und deren unmittelbarer Umgebung. Für fabrikfertige Bade- und/oder Duscheinrichtungen gemäß der Norm DIN EN 60335-2-105 (VDE 0700-105) „Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke – Teil 2-105: Besondere Anforderungen für multifunktionelle Duscheinrichtungen“ gilt die Norm nur insoweit, als diese Einrichtungen elektrisch fest angeschlossen sind.
Norm definiert drei Schutzbereiche
In der aktuellen Fassung sind die folgenden drei Schutzbereiche definiert:
- Bereich 0: Innenraum der Badewanne oder Dusche
- Bereich 1: Bereich über der Wanne oder Dusche bis zu einer Höhe von 2,25 m
- Bereich 2: 60 cm um Bereich 1 herum
In diesen Bereichen dürfen nur bestimmte elektrische Betriebsmittel installiert werden, die den jeweiligen Schutzarten entsprechen. So müssen Betriebsmittel im Bereich 0 mindestens die Schutzart IPX7 aufweisen, in den Bereichen 1 und 2 mindestens IPX4.
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Diese Anforderungen stellt die DIN VDE 0100-701 an Elektrofachkräfte (EFKs)
Die DIN VDE 0100-701 ist für Elektrofachkräfte von besonderer Relevanz, wenn sie elektrische Anlagen an Orten mit Badewanne oder Dusche planen, errichten oder prüfen; denn die Norm regelt den sicheren Umgang mit elektrischer Energie in feuchter Umgebung, also dort, wo ein erhöhtes Risiko für elektrische Schläge besteht. In diesem Zusammenhang sind Elektrofachkräfte verpflichtet,
- die Schutzbereiche 0, 1 und 2 eindeutig zu identifizieren und in der Planung zu berücksichtigen,
- ausschließlich zulässige Betriebsmittel einzusetzen (z.B. nur Leuchten mit entsprechender Schutzart),
- Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag umzusetzen, z.B.:
- RCD ≤ 30 mA (Fehlerstrom-Schutzschalter) für alle Stromkreise
- Einhaltung von Zuschaltbedingungen für Betriebsmittel in feuchten Bereichen
- Sicherstellung der geforderten IP-Schutzarten (Bereich 0 mindestens IPX7, Bereiche 1 und 2 mindestens IPX4 [bzw. IPX5 bei Wasserstrahlen])
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