Der SiGeKo auf der Baustelle: Aufgaben, Befugnisse und Grenzen

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Der SiGeKo soll sich schon während der Planung eines Bauvorhabens mit den erforderlichen Maßnahmen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz befassen.
Der SiGeKo soll sich schon während der Planung eines Bauvorhabens mit den erforderlichen Maßnahmen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz befassen.

Auf Baustellen kommt es nicht nur häufiger zu Unfällen als in den meisten anderen Branchen. Auch die erlittenen Verletzungen sind oft schwerer. Wenn Beschäftigte mehrerer Unternehmen und Gewerke räumlich und zeitlich nahe beieinander arbeiten, sind Abstimmung und Koordination gefragt, um gegenseitige Gefährdungen zu minimieren. Eine zentrale Rolle dabei spielt der sogenannte SiGeKo.

Die Rechtsgrundlage für den Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator ist interessanterweise nicht im klassischen Arbeitsschutzrecht, sondern in der Baustellenverordnung (BaustellV) zu finden. Diese fordert in § 3 lapidar: Für Baustellen, auf denen Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden, muss der Bauherr einen oder mehrere geeignete Koordinatoren bestellen.

Konkretisiert werden die Vorgaben der BaustellV durch die Regeln zum Arbeitsschutz auf Baustellen (RAB). Darunter gibt es mit der RAB 30 eine, die sich speziell mit den Aufgaben und Zuständigkeiten dieses Koordinators befasst. Um auf die überlange Bezeichnung „Koordinator für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen“ ohne Verwechslungsgefahren mit anderen Koordinatoren – etwa für Fremdfirmen oder bei erhöhter Gefährdung durch Gefahrstoffe – verzichten zu können, hat sich die Abkürzung SiGeKo etabliert.

Erhöhte Unfallrisiken und Gesundheitsbelastungen

Die Belastung auf Baustellen ist für Beschäftigte meist hoch. Zu körperlich schweren Arbeiten kommen Gesundheitsrisiken durch Lärm, Gefahrstoffe oder Stäube. Die vergleichsweise hohen Unfall- und Verletzungsrisiken auf Baustellen haben viele Ursachen:

  • Tätigkeiten im Freiland mit Witterungseinflüssen wie Kälte, Wind, Nässe oder Eisglätte, aber auch Hitze und UV-Strahlung
  • Arbeiten in der Nähe von schweren Fahrzeugen
  • Einsatz unterschiedlicher Maschinen mit jeweils eigenen Risiken, vom Kran bis zur Kreissäge
  • Arbeiten auf Gerüsten oder Dächern und mit Absturzgefahr
  • unterschiedliche Transportprozesse und Materialflüsse in räumlich begrenzter Umgebung mit an- und abfahrenden Lkws, aber auch schwebenden Lasten oder Materialaufzügen

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  • Autor:

    Dr. Friedhelm Kring

    freier Lektor und Redakteur

    Kring, Friedhelm

    Dr. Friedhelm Kring ist freier Lektor, Redakteur und Fachjournalist mit den Schwerpunkten Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.


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