Brandursachen durch dynamische Elektrizität

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Fehlerströme, auch als dynamische Elektrizität bezeichnet, sind brandgefährlich.
Fehlerströme, auch als dynamische Elektrizität bezeichnet, sind brandgefährlich. (Bildquelle: Dorin Puha/iStock/Getty Images Plus)

Die fortschreitende Elektrifizierung unserer modernen Welt hat zahlreiche Vorteile und Annehmlichkeiten mit sich gebracht. Von der einfachen Beleuchtung bis hin zu komplexen industriellen Anwendungen hat die Elektrizität unsere Lebensweise revolutioniert. Doch mit diesen Vorteilen gehen auch Risiken einher – insbesondere das Potenzial für Brände durch elektrische Fehler.

Bedeutung der Elektrifizierung

Die umfassende Elektrifizierung von Gebäuden und ihre intensive Nutzung führen zu einer erhöhten Brandgefahr. Elektrische Betriebsmittel werden oft im Grenzbereich des Zulässigen betrieben und manchmal sogar überlastet. Diverse Mängel können als Schadensmechanismen auftreten, die bei der Brandursachenermittlung zu berücksichtigen sind. Ein wesentlicher Schutz vor den unerwünschten Wirkungen des elektrischen Stroms besteht darin, den Strom nur innerhalb vorbestimmter elektrischer Leiter fließen zu lassen. Dies wird durch eine durchgehende Isolierung mit niedrigster Leitfähigkeit sichergestellt. Wo technisch keine Isolierung möglich ist, müssen zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Potenzial für Brände durch elektrische Fehler

Fehlerströme, auch als dynamische Elektrizität bezeichnet, sind grundsätzlich brandgefährlich. „Dynamische Elektrizität“ darf an dieser Stelle nicht mit der allgemeinen Bezeichnung für Stromfluss gleichgesetzt werden. Der Begriff wurde gewählt, um die variablen und oft unvorhersehbaren Natur von Fehlerströmen hervorzuheben. Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht jeder Stromfluss durch einen elektrischen Leiter als Fehlerstrom betrachtet wird. Elektrische Betriebsmittel werden bei Bränden oft zumindest teilweise zerstört, was die Ermittlung der genauen Brandursache erschwert. Daher ist fast immer eine detaillierte Untersuchung der elektrischen Anlage und der möglicherweise vorhandenen Spuren erforderlich.

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  • Autor:

    LL.M. M.Eng. M.Eng. Donato Muro

    Naturwissenschaftler, Ingenieur, Jurist und Arbeitspsychologe

    Donato Muro

    Donato Muro ist ein vielseitig ausgebildeter Experte. Als Naturwissenschaftler, Ingenieur, Jurist und Arbeitspsychologe liegt seine Leidenschaft im Arbeitsschutz, den er als Berufung statt Beruf betrachtet.


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Kommentar von Daniel Mertens |

Den Artikel finde ich fachlich und inhaltlich kritikwürdig und tendenziös. Das fängt schon beim Titel an. Es ist mir beispielsweise nicht geläufig, dass Fehlerströme als "dynamische Elektrizität" bezeichnet werden. Das ergibt auch semantisch keinen Sinn. Des Weiteren halte ich die Aussage "Elektrische Betriebsmittel werden oft im Grenzbereich des Zulässigen betrieben und manchmal sogar überlastet." für eine gewagte These. Wir prüfen beispielsweise im Jahr hunderte elektrische Betriebsmittel und Anlagen u. A. auf Basis verschiedenster Normen und Vorschriften (DGUV Vorschrift 3, DIN VDE und VdS) und die Fehlerquote beträgt dabei regelmäßig deutlich unter zwei Prozent der geprüften Betriebsmittel; das ist doch nicht "oft".
Außerdem wird behauptet, dass Fehlerströme grundsätzlich brandgefährlich, also im Sinne von brandverursachend, seien. Es gibt Fehlerströmen, die überhaupt keine Brände auslösen, sondern eher EMV-Probleme oder gefährliche Berührungsspannungen mit sich bringen.
Dann wird die Aussage getroffen, dass eine nicht widerstandsarme Leitungsverbindung im Neutralleiter zu brandgefährlichen Überlastungen führen kann. Dies ist aber keine speziell auf den Neutralleiter abstellbare Problematik, sondern gilt für alle strombelasteten Verbindungen.
Gemessen an der Tatsache, dass dieser Artikel auf einer Seite namens "elektrofachkraft.de" veröffentlicht ist, wundere ich mich über die anscheinende Abwesenheit einer inhaltlichen Qualitätskontrolle. Der Artikel sollte m. E. nochmal geprüft und korrigiert oder von der Seite genommen werden.

Antwort von Jasmin Sprenger

Guten Tag Herr Mertens,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Hier die Antwort des Autors Donato Muro:

 

Sehr geehrter Leser,

ich danke Ihnen für Ihr Interesse und Ihre kritische Auseinandersetzung mit meinem Artikel „Brandursachen durch dynamische Elektrizität“. Erlauben Sie mir, auf einige Ihrer Punkte einzugehen.

Zunächst zum Begriff "dynamische Elektrizität": Dieser wurde gewählt, um die variablen und oft unvorhersehbaren Natur von Fehlerströmen hervorzuheben. Es geht darum, das Bewusstsein für die Vielfalt und Komplexität elektrotechnischer Phänomene zu schärfen.

Bezüglich der Überlastung elektrischer Betriebsmittel: Meine Aussage basiert auf spezifischen Fällen und Studien, die aufzeigen, dass es in bestimmten Umgebungen oder unter spezifischen Bedingungen zu solchen Überlastungen kommen kann. Es ist wichtig zu verstehen, dass dies nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme darstellt.

Zur Brandgefahr durch Fehlerströme: Sie haben völlig recht, dass nicht alle Fehlerströme Brände verursachen. Mein Artikel zielt darauf ab, auf das Potenzial für Brandgefahr unter bestimmten Umständen aufmerksam zu machen, ohne andere Risiken wie EMV-Probleme oder gefährliche Berührungsspannungen zu ignorieren.

Was die Problematik des Neutralleiters angeht: Dies sollte als ein Beispiel unter vielen verstanden werden. Die von mir beschriebenen Risiken können tatsächlich bei allen strombelasteten Verbindungen auftreten.

Ich hoffe, diese Klarstellungen helfen, die Intention meines Artikels besser zu verstehen. Ich schätze Ihre aufmerksame Lektüre und Ihr Feedback sehr und freue mich auf weitere Diskussionen zu diesem wichtigen Thema.

Mit freundlichen Grüßen

Donato Muro

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