Ladevorrichtungen und Netzanschlussverordnung

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Die Begriffe rund um Ladeeinrichtungen für Elektromobilität sind keineswegs eindeutig.
Die Begriffe rund um Ladeeinrichtungen für Elektromobilität sind keineswegs eindeutig. (Bildquelle: salita2010/Adobe Stock)

Die Begriffe sind keineswegs eindeutig, so sind Ladeeinrichtungen für Elektromobilität auch möglicherweise welche für sogenannte Scooter oder Pedelec. Vermutlich handelt es sich um eine schlechte Formulierung, wenn in Deutschland im Jahr 2020 nicht mehr nur Ladeeinrichtungen ab 4,6 kVA entsprechend der Netzanschlussverordnung (VDE AR-N 4100) angemeldet werden sollen, sondern diese Grenze auf null gesenkt wurde. Erstaunlicherweise sind selbst Netzbetreiber etwas ratlos, wenn man versucht, sein privates Pedelec entsprechend anzumelden! (Unter uns: In diesem Leistungsumfang ist es technisch gesehen sinnlos, Ihre private Steckdose für Ihr Pedelec anzumelden!)

Begriffe rund um Ladevorrichtungen:

Selbst Normen sind in Begriffen nicht eindeutig

  • die EN IEC 61851-1 verwendet den Begriff Ladestation,
  • aber schon in VDE 0100-772 kommt zusätzlich der Begriff Anschlusspunkt,
  • die Netzanschlussverordnung (NAV) – ebenso wie die TAB – sagt Ladeeinrichtung.

Das Ganze wird dann ergänzt durch Aussagen wie in DIN IEC 62752:

Eine Ladestation kann aus einem oder mehreren Ladepunkten bestehen.

Die derzeit errichteten Ladestationen verfügen in der Regel über mindestens zwei Ladepunkte.

Richtig komplex wird es, wenn solche Einrichtungen wegen der maximalen Ladeleistungen und der begrenzten Netzanschlusswerte („wenn da zwei Teslas volle Leistung laden bricht das Stromnetz zusammen“) über Regelungen und Akkumulatoren verfügen, die eine Nutzung im Sinne des Kunden erst möglich machen. Diese meist containergroßen Stromspeicher sorgen dafür, dass beim Anschluss von E-Mobilen neuester stromsaugender Technik die Netze nicht zusammenbrechen!

  • Autor:

    Dipl.-Ing. Jo Horstkotte

    Inhaber des Ingenieurbüros Horstkotte

    Jo Horstkotte

    Jo Horstkotte, Dipl.-Ing. der Elektrotechnik und Sachverständiger für Maschinensicherheit/Produktsicherheit, ist Inhaber des Ingenieurbüros Horstkotte in Baden-Baden und arbeitet seit 1994 als selbstständiger Berater im Bereich der CE-Kennzeichnung.

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