Unfällen vorbeugen - Sicherheit bei der Elektroinstallation

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Unfälle vermeiden
Eine einheitliche Kennzeichnung von Kabeln erleichtert die Arbeit (Bildquelle: AvatarKnowmad/iStock/Getty Images)

Elektroinstallationen sollten grundsätzlich nur von Elektrofachkräften durchgeführt werden. Andernfalls ist die Gefahr zu groß, dass es durch eine fehlerhafte Verbindung von Kabeln oder Leitungen, aber auch durch Probleme bei der Isolierung zu schweren Unfällen kommt. Werden Leitungen nicht ausreichend abgesichert, kommt es nach einem Kurzschluss nicht zu einer Unterbrechung der Leitung durch das Herausspringen der Sicherung, sondern zu einem Brand, der nicht selten Menschenleben in Gefahr bringt. Immer wieder zeigen Unfallberichte wie gefährlich es sein kann, wenn Elektroinstallationen von elektrotechnischen Laien durchgeführt werden, die nicht über die dringend notwendigen Fachkenntnisse verfügen.

Wichtig ist jedoch nicht nur die fachgerechte Installation von Kabeln und Leitungen, sondern auch deren Kennzeichnung. Nicht immer sind detaillierte Pläne über den Verlauf von Kabeln vorhanden. Eine einheitliche Kennzeichnung ist hilfreich, wenn die Elektroinstallation verändert werden soll oder wenn Reparaturen notwendig sind. Der Fachmann erkennt auf einen Blick den Verlauf und den Anschluss der Kabel und kann die Reparatur oder Überprüfung sicher vornehmen.

Einheitliche Kennzeichnung von Kabeln empfehlenswert

Im Handel sind verschiedene Systeme zur Markierung von Kabeln und Leitern erhältlich. Sehr einfach lassen sich Kabelmarkierer verwenden. Die Markierer sind aus Kunststoff gefertigt und werden bei der Installation um die einzelnen Kabel gelegt. Es sind verschiedene Farben erhältlich. In einigen Varianten sind die Markierer mit Ziffern oder Buchstaben gekennzeichnet. So ist es möglich, eine detaillierte Kennzeichnung der Kabel zu schaffen, die von der Elektrofachkraft auch dann sofort erkannt wird, wenn sie die Installation nicht selbst vorgenommen hat.

Eine richtige Kennzeichnung beugt Unfällen vor und ist somit ein wichtiges Instrument einer jeden Elektroinstallation. Auch die erfahrene Elektrofachkraft muss sich auf die Arbeit von Kollegen verlassen können, denn Elektrizität birgt eine hohe Unfallgefahr. Wenn Kabel und Leitungen eindeutig nach einem bestimmten System gekennzeichnet sind, welches einheitlich verwendet wird, ist der Elektrofachkraft auf den ersten Blick klar, wie die Installation in ihren Einzelheiten konzipiert wurde. Dieses Wissen ist für die Elektrofachkraft die wichtigste Grundlage ihrer Arbeit, vor allem dann, wenn sie ohne Dokumentation über die Einzelheiten der Elektroinstallation arbeiten muss.

Komplexe Installationen auf einen Blick erfassen

Die Anzahl der elektrischen Geräte, die sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich verwendet werden, nimmt stetig zu. Mehrere Leitungen, die zu einer Installation gehören, können in Kabelbäumen zusammengefasst werden. Erfolgt eine Markierung der einzelnen Kabelbäume, etwa durch verschiedene Farben oder einer Kombination von Farben und einem Buchstaben, ist es möglich, die Installation auch nach längerer Zeit sofort den richtigen Geräten zuzuordnen. Sind Veränderungen im Verlegen der Kabel geplant, kann die Verbindung gelöst werden, ohne dass ein Gewirr an verschiedenen Kabelsträngen entsteht.

Kabel und komplexere Kabelbäume sollten zur Vermeidung von Unfällen und Kurzschlüssen regelmäßig auf Beschädigungen überprüft werden. Vor allem Risse oder Abspaltungen in der Isolierung stellen ein Sicherheitsproblem dar und sollten unmittelbar durch den Austausch der Kabel oder durch Isolierierung behoben werden, um auch hier einer Unfallgefahr entgegenzuwirken.

Unfällen sachgerecht vorbeugen - die wichtigsten Infos in Kürze:

  • Installation immer durch eine Elektrofachkraft vornehmen lassen
  • Funktion der Kabel mit Markierungen kennzeichnen
  • einheitliche Kennzeichnung gemäß DIN verwenden
  • Zusammenfassung von funktional einheitlichen Kabelsträngen zu einem Kabelbaum
  • regelmäßige Funktionsüberprüfungen vornehmen lassen

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