E-Waste-Tag am 14.10.2020: Elektroschrott entsorgen und recyceln

  • (Kommentare: 0)
  • Sicher arbeiten
0/5 Sterne (0 Stimmen)
Internationaler E-Waste-Tag am 14. Oktober
Aus Elektroschrott können wertvolle Rohstoffe recycelt werden (Bildquelle: Estradaanton/iStock/Getty Images Plus)

Weltweit kommt immer mehr Elektroschrott zusammen. Allein im Jahr 2019 waren es 53,6 Millionen Tonnen. Darin sind Gifte enthalten, aber auch wertvolle Rohstoffe. Wie gehen wir in Deutschland damit um?

Der internationale E-Waste-Tag am 14.10.2020 will darauf aufmerksam machen, dass die Menge an Elektroschrott ständig zunimmt: auf der ganzen Welt betrug die Zunahme in den letzten fünf Jahren 21 Prozent. Wenn man die 53,6 Millionen Tonnen Elektroschrott, die im Jahr 2019 angefallen sind, auf die Weltbevölkerung umrechnet, ergibt sich eine durchschnittliche Menge von 7,3 Kilogramm pro Kopf.

Am wenigsten E-Waste gibt es in Afrika – dort sind es 2,5 Kilogramm pro Kopf und Jahr. In Deutschland waren es 2019 gut 20 Kilogramm Elektroschrott pro Einwohner und damit genauso viel wie in den USA.

E-Waste-Monitor 2020

Die Studie „Global E-waste Monitor 2020“ wird von der Universität der Vereinten Nationen herausgegeben und von der Weltgesundheitsorganisation unterstützt. Darin wurden im Sommer 2020 die neuesten Zahlen zum weltweiten Elektroschrott veröffentlicht. Erschreckend ist besonders dessen stetes Anwachsen: Den Grund dafür sehen die Autoren im vermehrten Konsum von Elektro-Produkten, verschärft durch viele kurzlebige Billigprodukte, die sich kaum mehr reparieren lassen.

In Deutschland ist die Recyclingrate im Vergleich zu anderen Ländern recht hoch. Sie liegt bei über 50 Prozent – allerdings kann man im Umkehrschluss auch feststellen, dass wir fast die Hälfte des Elektroschrotts nicht recyclen. Die darin enthaltenen Stoffe können der Umwelt und unserer Gesundheit schaden. So vermuten die Autoren der Studie, dass 2019 im Elektroschrott allein 50 Tonnen Quecksilber enthalten waren.

  • Die Studie in englischer Sprache können Sie kostenlos downloaden: ewastemonitor.info.
  • Eine gute Zusammenfassung des E-Waste-Monitors in deutscher Sprache finden Sie auf der Webseite des Bayerischen Rundfunks: www.br.de/nachrichten.

Ressourcen schonen und bei Elektrogeräten auf Qualität achten

Am E-Waste-Tag sollten wir uns einmal mehr bewusst machen, wie wir am besten Ressourcen schonen können. Christian Brehm ist Direktor für nachhaltiges Marketing von Lightcycle und meint dazu:

„Es ist wichtig, bereits beim Kauf von Elektrogeräten und Lampen auf Qualität zu achten und diese lange zu nutzen. So lässt sich der Elektroschrott deutlich reduzieren. Qualitativ hochwertigere Elektroaltgeräte können auch besser wiederverkauft oder verschenkt werden und oft auch effektiver recycelt werden.“

Gesetzliche Verpflichtung zur fachgerechten Entsorgung

Das Elektro- und Elektronikgesetz (ElektroG) verpflichtet die Hersteller, für den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte die Verantwortung zu übernehmen. Aber auch die Verbraucher sind laut Gesetz gefordert, kaputte Elektrogeräte einer fachgerechten Entsorgung zuzuführen. Dazu gehören auch LED- und Energiesparlampen, weil sie elektronische Bauteile enthalten.

  • Verbraucher finden auf der Webseite sammelstellensuche.de die nächstgelegene Sammelstelle.
  • Hersteller werden auf der Webseite von Lightcycle fündig, wenn sie nach einer Komplettlösung suchen.

Die Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH hat ihren Firmensitz in München. Sie bezeichnet sich selbst als ein Gemeinschaftsunternehmen führender Lichthersteller, welches nicht gewinnorientiert arbeitet. Das Unternehmen organisiert deutschlandweit die Rücknahme von alten Leuchtstoffröhren, LED- und Energiesparlampen.

Weitere Beiträge

 

 

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 1 plus 1.