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ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände”

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Neue ASR A2.2 konkretisiert u.a. die Anforderungen bei erhöhter Brandgefährdung.
Neue ASR A2.2 konkretisiert u.a. die Anforderungen bei erhöhter Brandgefährdung. (Bildquelle: irontrybex/iStock/Getty Images)

Als verantwortliche Elektrofachkraft haben Sie dafür zu sorgen, dass Elektrounfälle vermieden werden und der betriebliche Brandschutz gewährleistet ist, denn elektrischer Strom kann schnell zur Brandursache werden – nicht nur in explosionsgefährdeten Bereichen.

In Absprache mit dem Brandschutzbeauftragten sind Sie mitverantwortlich für den betrieblichen Brandschutz. Die Kenntnis der einschlägigen Normen, Bestimmungen und Regelungen zum Brandschutz ist vor diesem Hintergrund unverzichtbar. Eine dieser Regelungen ist die überarbeitete ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände”, die im Mai dieses Jahres in Kraft getreten ist und damit die alte Fassung abgelöst hat.

Wesentliche Änderungen der ASR A2.2

Die Bekanntmachung der überarbeiteten Fassung der ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände” erfolgte am 18.05.2018 durch das Gemeinsame Ministerialblatt (GMBl.). Die Neufassung ersetzt die Ausgabe von November 2012 (GMBl. 2012, S. 1225). Im Unterschied zur alten Version enthält die aktuelle Fassung der ASR A2.2 insbesondere Konkretisierungen im Bereich der erhöhten Brandgefährdung, die dem Anwender mehr Informationen und Hilfestellung bei seinen Entscheidungen geben sollen.

Insbesondere folgende Anpassungen wurden vorgenommen:

  • Konkretisierungen zur Grundausstattung mit Feuerlöschern bei normaler Brandgefährdung,
  • weitere Konkretisierungen der Anforderungen bei erhöhter Brandgefährdung,
  • Konkretisierungen zu Löschmitteleinheiten,
  • Erweiterungen von Regeln zu organisatorischen Maßnahmen, insbesondere zu Brandschutzbeauftragten und zur Brandschutzordnung und
  • Ergänzung praxisgerechter Beispiele.
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Hintergrund der Überarbeitung

Vor allem kleine und mittelgroße Betriebe hatten Probleme bei der Einstufung und Ausführung der erhöhten Brandgefährdung nach der alten Fassung der ASR A2.2, weshalb diese von Anfang an als diskussionswürdig galt. Um den Anwendern weitere Hilfestellung zu geben, wurde im Bundearbeitsministerium beschlossen, den Ausschuss für Arbeitsstätten zu beauftragen, die Fassung von 2012 so zu überarbeiten, dass vor allem der Bereich der erhöhten Brandgefährdung verständlicher und anwenderfreundlicher gestaltet wird. Darüber hinaus sollte die ASR A2.2 redaktionell überarbeitet werden und an seit 2012 veränderte Gegebenheiten angepasst werden.

Stand der Technik bei Maßnahmen gegen Brände

Die überarbeitete ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände” enthält den aktuellen Stand der Technik zu Maßnahmen gegen Brände in Arbeitsstätten. Das heißt, bei der bestimmungsgemäßen Verwendung dieser Maßnahmen kann der Arbeitgeber davon ausgehen, dass er die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) hinsichtlich der Maßnahmen gegen Brände einhält (Vermutungswirkung).

Autor: Lic. jur./Wiss. Dok. Ernst Schneider

Ernst Schneider

Lic. jur./Wiss. Dok. Ernst Schneider - Inhaber eines Fachredaktionsbüros

Ernst Schneider ist Mitglied in der Sektorgruppe Elektrotechnik (ANP-SGE) und in der Themengruppe Produktkonformität (ANP-TGP) des Ausschusses Normenpraxis im DIN e.V.

Er veröffentlichte bereits eine Vielzahl von Büchern, Fachzeitschriften und elektronischen Informationsdiensten. Seit 2004 ist er außerdem Unternehmensberater für technologieorientierte Unternehmen.

 

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