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5 Sicherheitsregeln: Stromunfälle vermeiden

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Damit Sie und Ihre Kollegen geschützt sind, sollten Sie die 5 Sicherheitsregeln sorgfältig anwenden.
Damit Sie und Ihre Kollegen geschützt sind, sollten Sie die 5 Sicherheitsregeln sorgfältig anwenden. (Bildquelle: Reggie Lavoie/iStock/Thinkstock)

Immer wieder kommt es bei der Arbeit in und an elektrischen Anlagen zu Stromunfällen, die tödlich ausgehen können. In rund 45 % der Unfälle kann als Ursache ein Verstoß gegen die 5 Sicherheitsregeln der Elektrotechnik ausgemacht werden (Quelle: BG ETEM). Damit Sie und Ihre Kollegen beim Arbeiten an elektrischen Anlagen geschützt sind, sollten Sie die 5 Sicherheitsregeln sorgfältig anwenden.

Sicherheitsregel 1: Freischalten

Sicherheitsregel 1: Freischalten

An erster Stelle steht bei den 5 Sicherheitsregeln der Elektrotechnik das Freischalten. Dabei wird die elektrische Anlage allpolig von spannungsführenden Teilen getrennt. Bei 23,9 % der Stromunfälle zwischen 2007 und 2011 wurde diese Sicherheitsregel missachtet (Quelle: BG ETEM).

 

Sicherheitsregel 2: Gegen Wiedereinschalten sichern

Sicherheitsregel 2: Gegen Wiedereinschalten sichern

Damit niemand eine Anlage, an der gerade gearbeitet wird, versehentlich wieder einschaltet, muss sie gegen Wiedereinschalten gesichert sein. In Bereichen, die auch für Laien zugänglich sind, muss dies beispielsweise durch eine Schaltsperre oder ein Schloss am Leitungsschutzschalter geschehen. In Bereichen, zu denen nur Elektrofachkräfte Zutritt haben, genügt das Anbringen eines Verbotsschilds, das das Wiedereinschalten untersagt.

Sicherheitsregel 3: Spannungsfreiheit feststellen

Sicherheitsregel 3: Spannungsfreiheit feststellen

Als Nächstes muss die Elektrofachkraft überprüfen, ob die Anlage auch wirklich spannungsfrei ist. Dies geschieht am besten mit einem zweipoligen Spannungsprüfer. Testen Sie diesen Spannungsprüfer vor der Überprüfung, ob er auch richtig funktioniert. Auch nach der Überprüfung sollten Sie kontrollieren, ob er durch die Messung eventuell Schaden genommen hat. Die Missachtung dieser Sicherheitsregel war bei 8,5 % der gemeldeten Stromunfälle in der Elektrotechnik die Ursache.

Sicherheitsregel 4: Erden und kurzschließen

Sicherheitsregel 4: Erden und kurzschließen

Ist die Spannungsfreiheit festgestellt, folgt das Erden und Kurzschließen, und zwar in dieser Reihenfolge. Dabei werden die Leiter und die Erdungsanlage mit kurzschlussfesten Erdungs- und Kurzschließvorrichtungen (z.B. mit einer Erdungsstange) miteinander verbunden. Diese Erdverbindung sollte von der Arbeitsstelle aus sichtbar sein. Bei Anlagen mit einer Spannung von unter 1.000 Volt kann diese Sicherheitsregel entfallen; ausgenommen sind jedoch Freileitungen und Verteilernetze.

Sicherheitsregel 5: Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken

Sicherheitsregel 5: Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken

Zum Abdecken können bei Anlagen unter 1.000 V isolierende Tücher, Schläuche oder Formstücke verwendet werden. Bei Anlagen mit einer höheren Spannung muss der Arbeitsbereich zusätzlich mit Seilen, Warntafeln oder Absperrungen eingegrenzt werden. Zudem sollte auch der Körper geschützt sein: z.B. mit einem Schutzhelm mit Gesichtsschutz, hochisolierten Handschuhen. Ein Verstoß gegen diese Sicherheitsregel ist die Ursache für 11,7 % der Stromunfälle in der Elektrotechnik.

Zusätzlich zu den 5 Sicherheitsregeln: Auf sich und die Kollegen aufpassen

Unachtsamkeit kann in der Elektrotechnik tödlich sein. Deshalb sollten Sie die 5 Sicherheitsregeln nicht nur selbst genau einhalten, sondern auch Ihre Kollegen im Blick haben. Vier Augen sehen meist mehr als zwei – und wenn Sie dadurch ein Leben retten, lohnt es sich auf jeden Fall, ganz genau hinzusehen.

Autorin: Birgit Adam

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