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Leitung einer elektrotechnischen Fachabteilung

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Der Arbeitgeber kann die Leitung einer elektrotechnischen Fachabteilung übertragen.
Der Arbeitgeber kann die Leitung einer elektrotechnischen Fachabteilung übertragen. (Bildquelle: RGtimeline/iStock/Thinkstock)

Frage aus der Praxis

Ich verfüge über eine abgeschlossene Ausbildung zum Energieelektroniker für Betriebstechnik, über 22 Jahre Arbeitserfahrung als Elektrikergeselle und Vorarbeiter (IT, Gebäude- und Maschineninstandhaltung) sowie über eine Weiterbildung zum Industriemeister Mechatronik und einen abgelegten Sachkundenachweis (TREI), dadurch eingetragen in die Handwerksrolle beim EVU nach § 7b der Handwerksordnung (HwO).

Reichen im Sinne der anerkannten Regeln der Technik meine Erfahrungen/Qualifikationen aus, um eine Fachabteilung zu leiten und als verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK) bestellt zu werden. Ich frage, weil der Industriemeister Mechatronik in der VDE 1000-10 nicht explizit erwähnt wird und bisher, meines Wissens nach, auch sonst nirgends.

Antwort des Experten

Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Markus Klar, LL. M.

Die Entscheidung, einem Beschäftigten die Leitung einer elektrotechnischen Fachabteilung zu übertragen oder ihn zur verantwortlichen Elektrofachkraft zu bestellen, trifft in letzter Instanz der Arbeitgeber bzw. Unternehmer. In der VDE 1000-10 gibt es Anhaltspunkte zur fachlichen Qualifikation. So ist nach Abschnitt 5.3 für die verantwortliche fachliche Leitung eines elektrotechnischen Betriebs oder Betriebsteils eine Ausbildung nach Abschnitt 5.2 b bis f vorgesehen. Allerdings sind andere Ausbildungen nicht ausgeschlossen.

Für diese ist die notwendige Qualifikation gesondert nachzuweisen. Vorliegend gibt es mindestens eine elektrotechnische Berufsausbildung (5.2 a) sowie anschließend wohl hinreichend Berufserfahrung. Auch das Berufsbild eines Mechatronikers (Mechatronikmeisters) enthält elektrotechnische Bezüge. Mit dem „TREI-Schein“ und der nach § 7b der Handwerksordnung erfolgten Ausübungsberechtigung für ein zulassungspflichtiges Handwerk sind dann auch aus meiner Sicht letzte Zweifel beseitigt. Sofern die persönliche Eignung noch gegeben ist, dürfte einem Arbeitgeber, der solch einem Beschäftigten die in Rede stehenden Aufgaben überträgt, kein Auswahlverschulden vorzuwerfen sein.

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