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Inbetriebnahmeprotokoll zum Download

Das Inbetriebnahmeprotokoll dient der Dokumentation Ihrer Prüfung der elektrischen Anlage.
Das Inbetriebnahmeprotokoll dient der Dokumentation Ihrer Prüfung der elektrischen Anlage. (Bildquelle: Rostislav_Sedlacek/iStock/Thinkstock)

Bevor eine elektrische Anlage in Betrieb genommen wird, muss von einer Elektrofachkraft geprüft werden, ob sie ordnungsgemäß funktioniert und sicher ist. Die Ergebnisse müssen in einem Inbetriebnahmeprotokoll festgehalten werden. Die VDE 0100-600 stellt Anforderungen an die Inhalte eines Inbetriebnahmeprotokolls.

Kunde, Prüfer und Errichter

In einem Inbetriebnahmeprotokoll sollten an erster Stelle die Daten des Kunden und des Prüfers stehen: Name, Firma, Anschrift und Telefonnummer. Ist der Errichter der elektrischen Anlage nicht mit dem Prüfer identisch, so müssen auch seine Daten festgehalten werden.

Informationen zur Anlage

Ein Muster für ein Inbetriebnahmeprotokoll sollte zudem Informationen zur elektrischen Anlage enthalten, die geprüft wird. Dazu gehören Prüfdatum, Bezeichnung und Lage/Anschrift des Objekts sowie Angaben wie Gebäude-Nummer/Bereich, Schaltplan/Grundriss, Netzform, Erstprüfung oder Wiederholungsprüfung.

Grundlage der Prüfung

Außerdem muss ein Muster eines Inbetriebnahmeprotokolls die Grundlagen der Prüfung enthalten: gesetzliche Grundlagen (DGUV Vorschrift 3, BetrSichV oder ArbStättV), die entsprechenden Normen für Errichtung und Prüfung sowie der Grund der Prüfung (bei Inbetriebnahme: Neuanlage).

Prüfungsergebnis dokumentieren

Wichtig ist, dass Sie im Inbetriebnahmeprotokoll bestätigen, dass Sie die elektrische Anlage geprüft haben, und dokumentieren, welches Ergebnis die Prüfung hatte und wo Sie die Prüfplakette angebracht haben.

Prüfgeräte

Welche Prüfgeräte Sie zur Prüfung verwendet haben, muss ebenfalls im Inbetriebnahmeprotokoll festgehalten werden: Typ und Bezeichnung der Geräte, Inventar-Nr. und Kalibrierdatum. Grundsätzlich dürfen zur Prüfung bei Inbetriebnahme einer elektrischen Anlage nur Mess- und Prüfgeräte verwendet werden, die der Norm VDE 0413 entsprechen.

Die Prüfung

Der wichtigste Teil des Inbetriebnahmeprotokolls beschäftigt sich mit der Prüfung der elektrischen Anlage selbst. Hier legen Sie die Prüfergebnisse dem Protokoll als Anhang bei und geben auf dem Muster des Inbetriebnahmeprotokolls nur an, was geprüft wurde und wie viele Seiten der jeweilige Prüfbericht umfasst.

Bei der Besichtigung der Anlage sind die nötigen Prüfungen nach DIN VDE 0100-600: Sichtkontrolle, allgemeine Sicherheit und Sicherheit gegen direktes Berühren, Schutzleiter sowie Schutztrennung und Kleinspannungen.

Bei den Messungen müssen folgende Punkte durchgeführt und protokolliert werden: niederohmige Verbindung aller Schutzleiter, Isolationswiderstand, Netzspannungsmessungen Hauptstromkreis, Fehlerschleifenimpedanz, RCD-Prüfung in einem TN-Netz, zusätzliche Überprüfungen von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen des Typs B sowie eine Drehfeldprüfung.

Dann folgt die Erprobung. Falls Sie einen Mängelbericht erstellen müssen, sollten Sie auch dies aufnehmen. Den Termin für die nächste Prüfung müssen Sie hier ebenfalls festhalten.

Bestätigung und Unterschriften

Im letzten Punkt des Inbetriebnahmeprotokolls bestätigt der Prüfer mit seiner Unterschrift, dass er die Prüfung fach- und normgerecht durchgeführt hat. Der Auftraggeber seinerseits bestätigt, dass er die Anlage funktionsfähig übernommen und das Inbetriebnahmeprotokoll mit Anhang erhalten hat.

Rechtssichere Dokumentation mit dem Muster-Prüfprotokoll

Damit Sie Ihre Prüfung zur Inbetriebnahme einer elektrischen Anlage rechtssicher nach VDE 0100-600 und VDE 0105-100 dokumentieren können, finden Sie auf elektrofachkraft.de ein Muster-Prüfprotokoll zum Download.

Autorin: Birgit Adam