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Neuregelung der Stoffbeschränkungen geht auch die Elektrofachkraft an

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RoHS II gilt jetzt für fast alle Elektro- und Elektronikgeräte - Bild
RoHS II gilt jetzt für fast alle Elektro- und Elektronikgeräte (Bildquelle: Thinkstock)

Die Bundesregierung hat das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) geändert, um mit einer darauf basierenden Elektrostoffverordnung (ElektroStoffV) die neue Richtlinie 2011/65/EU umzusetzen.

Im Kern geht es bei dieser EU-Richtlinie um die Beschränkung bestimmter Schadstoffe, die in Elektronik- und Elektrogeräten gar nicht oder nur in ganz geringen Konzentrationen verwendet werden dürfen.

Elektro- und Elektronikgeräte enthalten gefährliche Schadstoffe

Nach offiziellen Zahlen des Bundesumweltministeriums fallen jährlich mittlerweile fast 800.000 Tonnen Elektro- und Elektronik-Altgeräte-Schrott an. Elektro- und Elektronikgeräte (EEE) sind Produkte, die einerseits durch immer kürzer werdende Lebenszyklen (product life cycle) und andererseits durch eine lange Lebensdauer und hohe Wertstoffgehalte gekennzeichnet sind. Die Geräte enthalten in aller Regel eine Vielzahl gefährlicher Stoffe und Materialien. Neben Schadstoffen wie Schwermetallen und FCKW enthalten die Produkte aber auch eine Reihe wertvoller Rohstoffe, die zurückzugewonnen und dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt werden können.

Um dies erreichen zu können, legt in Deutschland das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG) in Umsetzung der Richtlinie 2002/96/EG über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE – Waste Electrical and Electronic Equipment) und der Richtlinie 2002/95/EG über die Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Substanzen in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS I – Restriction of the use of certain Hazardous Substances) seit 2005 konkrete Pflichten für alle Wirtschaftsakteure (Hersteller, Handel, Kommunen, Eigentümer, Entsorger) fest. Durch zumutbare Prüfungen zu Möglichkeiten einer Wiederverwendung ganzer Geräte oder einzelner Bauteile sowie die weitgehende Verwertung von Abfällen soll ein wesentlicher Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen und zur Reduzierung von Schadstoffemissionen erzielt werden.

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