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Fundamenterder: Verbesserung des Schutzpotenzialausgleichs

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DIN 18014: neue Anforderungen an Fundamenterder
DIN 18014: neue Anforderungen an Fundamenterder

Im März 2014 ist die neue Fassung der DIN 18014:2014-03 „Fundamenterder - Planung, Ausführung und Dokumentation“ erschienen. Der Fundamenterder ist Bestandteil der elektrischen Anlage hinter der Haus-Anschlusseinrichtung und bei jedem Neubau vorzusehen. Es handelt sich um ein leitfähiges Teil, das im Beton eines Gebäudefundaments als geschlossener Ring eingebettet ist.

Der Fundamenterder dient der Verbesserung des Schutzpotenzialausgleichs. Außerdem kann er beispielsweise zur Schutz- und Funktionserdung für Blitzschutzsysteme eingesetzt werden.

Anforderungen an den Fundamenterder:

  • DIN 18015-1, Abs. 8 sowie die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der Verteilungsnetzbetreiber (VNB) fordern einen Fundamenterder.
  • Er ist als geschlossener Ring in den Fundamenten der Außenwände zu montieren.
  • Ist aus bautechnischen Gründen der Fundamenterder elektrotechnisch unwirksam, muss ein erdfühliger Ringerder aus korrosionsfestem Material außerhalb des Fundaments errichtet werden.
  • Der Fundament-/Ringerder ist Teil der elektrischen Anlage. Die Arbeiten dürfen daher ausschließlich durch eine beim Netzbetreiber eingetragene Elektro-/Blitzschutzfachkraft oder unter deren Aufsicht ausgeführt werden.

Änderungen gegenüber DIN 18014:2007-09:

  • Neugliederung der Norm
  • Beschreibung der Ausführungsanforderungen bei Faserbeton und Fundamenten mit erhöhtem Erdübergangswiderstand
  • Forderung eines Potenzialausgleichsleiters im Betonfundament bei Einsatz von einem Ringerder
  • Festlegung der Maschenweite eines Potenzialausgleichsleiters und der Verbindungen zum Ringer
  • Konkretisierung der Dokumentation und Durchgangsmessung

Quelle: Beuth-Verlag

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