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Energiesparlampen, LED, Halogen 4.3 5 3

Energiesparlampen, LED, Halogen

(Kommentare: 3)

Verschiedene Leuchtmittel
Jedes Leuchtmittel hat seine Vor- und Nachteile (Bildquelle: choness/iStock/Thinkstock)

Da das Thema Umweltfreundlichkeit immer wichtiger wird, wurde die gute alte Glühbirne mittlerweile verbannt und durch viel umweltfreundlichere Leuchtmittel ersetzt, beispielsweise die Energiesparlampe, das Halogenlicht oder LEDs. Doch worin unterscheiden sich diese Leuchtmittel und wo eignet sich welche Lampe?

Energiesparlampe: der sparsame Allrounder

Energiesparlampen zeichnen sich durch einen geringen Energieverbrauch aus. Eine 100-Watt-Glühlampe wird beispielsweise durch eine Energiesparlampe von nur 23 Watt ersetzt – die Helligkeit bleibt dabei gleich. Allerdings liefert die Energiesparlampe ein diffuses und ungerichtetes Licht, dem das Rotspektrum fehlt, sodass die angeleuchteten Objekte blass wirken. Häufig wird die volle Helligkeit frühestens nach einer Minute erreicht. Daher sind Energiesparlampen nur bei einer längeren Brenndauer sinnvoll und ideal – also  in einem Raum, in dem mehrere Stunden lang helles Licht benötigt wird, wie zum Beispiel in einem Büro oder einer Werkstatt. Bei dieser Verwendung können die Energiesparlampen die Stromkosten erheblich senken. Ein Nachteil ist, dass die Lebensdauer, die oftmals mit 8000 Stunden angegeben wird, durch ein häufiges Ein- und Ausschalten deutlich verringert wird. Zudem sind Energiesparlampen Sondermüll und müssen dementsprechend entsorgt werden.

Die effizienten LED-Lampen

LED-Lampen sind sehr beliebt, denn mittlerweile liefern sie ein ebenso warmes Licht wie Halogenlampen, allerdings mit einer Stromersparnis von bis zu 85 Prozent. Ein herkömmliches Leuchtmittel mit einer Leistung von 50 Watt kann durch eine LED-Lampe mit 8 Watt ersetzt werden. Die Helligkeit ist dabei gleich, die Wärmeabstrahlung jedoch sehr viel geringer. Die beleuchteten Objekte erscheinen lebendig und obendrein kann mit unterschiedlichen Farbtemperaturen sowie Öffnungswinkeln „gearbeitet“ werden. LEDs sind daher auch optimal geeignet, um Schaufenster auszuleuchten oder Waren in Ladenlokalen zu präsentieren. Dabei entfällt der Effekt des Aufheizens, wie es bei Halogenlampen der Fall ist, völlig – besonders im Sommer ist das ein großer Pluspunkt. Wenn Streulinsen eingesetzt werden, sind Raumausleuchtungen ebenso möglich. Zudem sind auch dimmbare LED-Leuchtmittel erhältlich. Bei LEDs gibt es keine Einschaltverzögerung. Auch ein häufiges An- und Ausschalten beeinträchtigt die Lebensdauer der Lampen nicht, die durchschnittlich 30.000 Betriebsstunden beträgt. Dadurch amortisieren sich LEDs schnell und eignen sich auch bestens für schlecht zugängliche Stellen. Eine hervorragende und vielfältige Auswahl an Leuchten und Lampen von Herstellern, deren Produkte durch ihr Preis-Leistungs-Verhältnis und ihr Design überzeugen und allen wesentlichen Einrichtungsstilen entsprechen finden Sie beispielsweise auf www.lampe.de.

Die vielseitigen Halogenlampen

Die weit verbreiteten Halogenleuchtmittel haben den Vorteil, dass sie sehr preiswert sind und in viele Standardlampen passen. Durch das angenehm warme Halogenlicht kommt die Einrichtung gut zur Geltung und die angeleuchteten Objekte wirken lebendig. Halogenleuchtmittel können problemlos gedimmt werden, um sie den individuellen Bedürfnissen anzupassen. Nachteile sind allerdings der sehr hohe Stromverbrauch sowie die große Hitzeentwicklung. Zudem liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei nur 2.000 bis 4.000 Betriebsstunden, sodass die Leuchtmittel oft gewechselt werden müssen. Dies ist vor allem an schwer zugänglichen Orten unpraktisch. Mittlerweile ist mit den Halogensavern eine neue Form der Halogenlampen erhältlich. Aufgrund des verbesserten Innenlebens mit reduzierten Energie- und Wärmeverlusten können 60 Watt durch 42 Watt ersetzt werden. Die Helligkeit bleibt dabei gleich, auch das Licht bleibt gleich warm. Zudem sind die Lampen dimmbar.

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Kommentare

Kommentar von Rosemarie Manke |

habe aus Versehen eine Halogenlampe gekauft. nach kurzer Zeit so große Hitzeentwicklung dass die Kunststoff-Oberfläche meines Radioweckers verschmort ist. auf der Verpackung sollten entsprechende ausdrückliche Warnhinweise stehen.

Kommentar von Rainer P. |

Bei dieser Betrachtung sollten auch der Einsatz von Giftstoffen und die benötigte Energie für die Erzeugung der Rohstoffe berücksichtigt werden. Möglicherweise wird dann die Glühlampe wieder attraktiv?

Kommentar von Steffen N. |

Guten Tag,
vielen Dank für den schönen Überblick!
Nur beim Aufheizen von LEDs möcht ich gern etwas ergänzen: Dass LED-Leuchten viel weniger Wärme entwickeln als Halogenleuchten, ist völlig richtig. Die eigentliche LED als Wärmequelle ist aber sehr klein und sehr viel hitzeempfindlicher als eine Halogen- oder Glühlampe. Damit ist besonders bei leistungsstarken LEDs ein gutes Wärmemanagement nicht zu unterschätzen (großdimensionierte Kühlkörper, in der Veranstaltungstechnik gelegentlich sogar aktive Kühlung).

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