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Für Ihre Sicherheitsunterweisung 2018

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Sorgen Sie für ein sicheres Arbeiten in elektrischen Anlagen
Sorgen Sie für ein sicheres Arbeiten in elektrischen Anlagen (Bildquelle: franz12/iStock/Thinkstock)

Damit ein Vorgesetzter seinem „Erfüllungsgehilfen“ (nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch) eigenverantwortlich elektrotechnische Aufgaben übertragen kann, muss er sich zu einer Elektrofachkraft entwickeln, indem er Erfahrungen in der betrieblichen Praxis sammelt und die für ihn wichtigen Gesetze, Vorschriften und Normen etc. kennenlernt.

Alle einschlägigen Verordnungen und Regelwerke legen für die Befähigung zum Einsatz als Elektrofachkraft mindestens drei Kriterien zugrunde.

Fachliche Ausbildung

Die fachliche Qualifikation einer Elektrofachkraft wird im Regelfall durch den Abschluss einer Berufsausbildung – das Ablegen der Gesellen- oder Facharbeiterprüfung – im elektrotechnischen Tätigkeitsfeld dokumentiert.

Dabei ist die fachliche Qualifikation nur auf dem betreffenden Arbeitsgebiet gewährleistet. Beispielsweise kann ein Elektroinstallateur in der Gebäudetechnik durchaus eine ausgezeichnete Qualifikation als Elektrofachkraft besitzen, d.h. allerdings nicht, dass er auch die fachlichen Anforderungen für Arbeiten an industriellen Fertigungssystemen erfüllt.

Kenntnisse und Erfahrungen

Zur Beurteilung der fachlichen Ausbildung kann neben der einschlägigen Berufsausbildung auch eine mehrjährige Tätigkeit auf dem betreffenden elektrotechnischen Arbeitsgebiet herangezogen werden. Das ermöglicht z.B. langjährigen Mitarbeitern oder Fachkräften aus Staaten, welche nicht über die national anerkannten Bildungswege verfügen, ebenfalls den Zugang zu dieser Tätigkeit.

Ein konkreter Zeitrahmen für den Erwerb von Kenntnissen und Erfahrungen, also die Berufserfahrung der Elektrofachkraft, ist allerdings nur für besondere Aufgaben festgelegt. Eine systematische Einarbeitung des Mitarbeiters mit einer erfahrenen Elektrofachkraft als Pate hilft besonders bei neuen Aufgaben, geeignete Erfahrungen zu sammeln.

Kenntnis der einschlägigen Normen

Zum Erhalt ihrer Qualifikationen wird von der Elektrofachkraft erwartet, sich sowohl regelmäßig mit neuen Technologien zu befassen als auch das Wissen über Vorschriften und Normen ständig zu aktualisieren. Nur so kann sie die ihr übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen.

Wichtig:

Die Elektrofachkraft ist durch ihre Ausbildung und Berufsausübung immer an ein berufliches Profil gebunden, indem sie entsprechende Erfahrungen vorweisen kann. Der Arbeitgeber kann die Elektrofachkraft nur innerhalb dieses Profils einsetzen.

Elektrofachkräfte sind regelmäßig zu unterweisen

Die regelmäßige Unterweisung der Elektrofachkräfte gehört nach der DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ und dem Arbeitsschutzgesetz zu den Pflichten eines jeden Arbeitgebers. Unterweisungen sind immer durchzuführen,

  • wenn ein Mitarbeiter eine Arbeit neu aufnimmt,
  • am Arbeitsplatz Änderungen vorgenommen wurden sowie
  • in regelmäßigen Abständen (einmal im Jahr) zur Auffrischung der Kenntnisse.

Für die einfache aber nachhaltige Schulung von Elektrofachkräften empfiehlt elektrofachkraft.de die

Sicherheitsunterweisung Elektrotechnik 2018

⇒ Die CD enthält einen E-Learning-Kurs, der Elektrofachkräften wichtige Informationen zum Thema „Elektrische Sicherheit bei Arbeiten in Niederspannungsanlagen“ vermittelt.

⇒ Während des Kurses tauchen immer wieder Übungsaufgaben auf, sodass der Lerner aktiv werden muss und sich nicht einfach nur berieseln lassen kann.

⇒ Am Ende des Kurses gibt es noch eine Verständniskontrolle. Absolviert der Lerner den Test erfolgreich, kann er eine Teilnahmebestätigung ausdrucken, die als Nachweis und Dokumentation der Unterweisung dient.

⇒ Abschließend muss nur noch ein kurzes Gespräch mit dem Mitarbeiter geführt werden, um betriebsspezifische Fragen zu klären.

Inhaltsübersicht der „Sicherheitsunterweisung Elektrotechnik 2018

  1. Qualifizierung und Befähigung zur Elektrofachkraft (EFK)
    • Durchführung von elektrotechnischen Arbeiten im Unternehmen
    • Beurteilung der Befähigung von Elektrofachkräften
    • die Elektrofachkraft als fachkundige/befähigte Person (bP)
    • Haftung der Elektrofachkraft im Schadensfall
  2. Zuständigkeiten und Verantwortung der Elektrofachkraft
    • Tätigkeiten der Elektrofachkraft
    • sicherer Einsatz von Arbeitskräften
    • Zuständigkeit und Verantwortungsbereich der Elektrofachkraft
    • von der Elektrofachkraft zur verantwortlichen Elektrofachkraft (VEFK)
  3. Arbeitsmethoden
    1. Errichtung und Betrieb von Niederspannungsanlagen
    2. Arbeiten im spannungsfreien Zustand
    3. Arbeiten unter Spannung (AuS)
    4. Arbeiten in der Nähe unter Spannung stehender Teile (AiN)

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