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Droht uns am 20. März ein Blackout?

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Sonnenfinsternis
Beunruhigt die Netzbetreiber: Sonnenfinsternis (Bildquelle: Ping Chau Chan/iStock/Thinkstock)

Am 20. März 2015 lässt sich in Europa eine partielle Sonnenfinsternis beobachten. Gegen 9:30 Uhr wird der Mondschatten die Sonne verdecken. Doch bei den Netzbetreibern sorgt dieses faszinierende Schauspiel für Unruhe: Sie fürchten um die Stabilität des Stromnetzes.

Grund hierfür ist der mittlerweile hohe Anteil des Solarstroms an unserer Stromversorgung. So kann die Solarenergie in Deutschland an sonnenreichen Tagen im Sommer bereits mehr als die Hälfte der Verbrauchsspitzen zur Mittagszeit decken, meldet die Agentur für erneuerbare Energien in Berlin. Und genau hier liegt die Gefahr: Durch die Sonnenfinsternis bricht diese tragende Säule der Stromversorgung auf einen Schlag weg. Mindestens ebenso dramatisch wird es zum Ende der Sonnenfinsternis gegen 12 Uhr mittags, wenn die Solarleistung zurück ins Stromnetz drängt. In einer Pressemeldung spricht der Verband europäischer Stromnetzbetreiber, ENTSO-E in Brüssel, deshalb von einer „nie da gewesenen Herausforderung“ für die Netzbetreiber, die sich seit einem Jahr auf dieses Ereignis vorbereiten. Wie ernst die Situation wirklich wird, hängt dabei auch vom Wetter ab: Bei Nebel oder Regen wird es relativ leicht sein, das Stromnetz stabil zu halten. Scheint zum Frühlingsanfang jedoch die Sonne, könnte es Probleme geben. Wir dürfen gespannt sein!

Weitere Informationen: Entso-E –European Network of Transmission System Operators for Electricity

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