Die Rolle der Elektrofachkraft bei der Gefährdungsbeurteilung

Die Elektrofachkraft sollte in die Gefährdungsbeurteilung eingebunden werden.
Die Elektrofachkraft sollte in die Gefährdungsbeurteilung eingebunden werden. (Bildquelle: AndreyPopov/iStock/Thinkstock)

Spätestens wenn die Arbeitsschutzakteure im Betrieb bei der Beurteilung von elektrischen Gefahren an ihre fachlichen Grenzen stoßen, sind Sie als Elektrofachkraft gefragt und in die Gefährdungsbeurteilungen einzubinden. Gefährdungsbeurteilungen sind die Grundlage aller betrieblichen Maßnahmen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Aber wie es so oft ist: Man verlässt sich darauf, dass bisher nichts passiert ist oder dass man sich im Großen und Ganzen an die Vorschriften hält. Gerne wird daher auf Gefährdungsbeurteilungen verzichtet.

8. Eine Gefährdungsbeurteilung ist keine Einmalaktion, die abgearbeitet und dann zu den Akten gelegt werden könnte. Jede Gefährdungsbeurteilung ist kontinuierlich fortzuschreiben.

Bei sicherheitsrelevanten Ereignissen oder betrieblichen Veränderungen müssen Sie betreffende Gefährdungsbeurteilungen überprüfen. Anlass kann ein Unfall sein, eine Umbaumaßnahme, die Meldung einer Schwangerschaft, die Inbetriebnahme einer neuen Maschine, ein neuer Werkstoff, ein neues Arbeitsverfahren usw. Festgesetzte Fristen für eine Wiederholung gibt es nicht. Spätestens dann, wenn mit neuen Gefährdungen gerechnet werden muss, gehört die Gefährdungsbeurteilung auf den Prüfstand. Doch auch bei gleichbleibenden Arbeitsstätten und Arbeitsbedingungen sollten Sie in regelmäßigen Abständen prüfen:

  • Wurden die festgelegten Maßnahmen umgesetzt?
  • Haben sich die Maßnahmen als wirksam und ausreichend erwiesen?

Stellt sich heraus, dass Schutzmaßnahmen nicht greifen oder Verhaltensregeln nicht konsequent umgesetzt werden, müssen Sie Ihre Gefährdungsbeurteilung aktualisieren und ggf. neue Maßnahmen festsetzen, Sicherheitsunterweisungen veranlassen usw.

Unverzichtbar: Das Dokumentieren der Gefährdungsbeurteilung

Die Form der Dokumentation ist nicht festgeschrieben. Ob Sie Stift und Papier benutzen oder eine komplexe Software, ersichtlich sein müssen:

  • das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung,
  • die von Ihnen festgelegten Maßnahmen sowie
  • das Ergebnis der Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen.

Verweisen Sie in Ihrer Dokumentation auf weitere relevante Dokumente, wie z.B. Betriebsanweisungen oder Prüfprotokolle von Elektroprüfungen.

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Kommentar von Uli Schmidt |

Tolle Themen, macht schlauer und regt zum nachdenken an, Danke.

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