In der zweiten Jahreshälfte 2009 hat sich die Lage in den elektro- und informationstechnischen Handwerken deutlich verbessert. Das berichtet der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).
Die Stimmung im Elektrohandwerk verbessert sich
Die Stimmung in den elektro- und informationstechnischen Handwerken hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2009 spürbar aufgehellt. So lautet die Einschätzung des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Das belegt die Konjunkturumfrage, die das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen im Auftrag des ZVEH im September 2009 durchgeführt hat.
Danach laufen die Geschäfte in den rund 76.000 Elektrobetrieben in Deutschland wieder besser als im Frühjahr. Auch die Aussichten für das Halbjahr von Oktober bis März wurden optimistischer eingeschätzt. Der ZVEH-Geschäftsklimaindex, der die aktuelle Geschäftslage in den Elektrobetrieben widerspiegelt, hat sich von 50 Punkten im Frühjahr 2009 auf nunmehr 58 Punkte verbessert. Er nähert sich damit wieder dem Niveau vom Herbst 2008, als er 60 Punkte betrug. Acht von zehn Firmen beurteilten in der Umfrage die gegenwärtige Geschäftslage als befriedigend oder gut. „Die Aussagen zeigen, dass die Elektrohandwerke bisher passabel durch die Krise manövriert sind“, kommentierte ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi das Ergebnis.
Elektrohandwerke gehen von beständiger Beschäftigungssituation aus
Im Vergleich zum Frühjahr 2009 melden die Betriebe auch eine etwas stabilere Auftragssituation. Deutlich erholt hat sich die Auslastung. Immerhin 43 Prozent der Befragten berichten von einem Auftragsbestand, der über einen Monat hinausreicht. Im Frühjahr waren es 36 Prozent. Zudem wird von einer weitgehend beständigen Beschäftigungssituation ausgegangen. Vor allem im Handwerksbereich registrieren wieder mehr Firmen als im Frühjahr steigende Umsätze. Laut der Umfrageergebnisse haben die Aufträge sowohl von Privatkunden als auch die der öffentlichen Hand wieder leicht zugenommen. Rückläufig bleiben jedoch die für die Elektrohandwerke bedeutsamen Aufträge aus der gewerblichen Wirtschaft, wie ein Drittel der Befragten angibt.
In den beiden Bundesländern Berlin und Brandenburg gibt es derzeit rund 3.000 Betriebe mit 13.800 Beschäftigten, berichtet Constantin Rehlinger, Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes der Elektrotechnischen Handwerke Berlin/Brandenburg (LIV). Tendenz leicht konstant. Die aktuelle konjunkturelle Stimmung beschreibt Rehlinger mit optimistisch. Als erfreulich schätzt der LIV-Geschäftsführer die Wirkung des Konjunkturpaketes und die auch künftig sehr starke Bautätigkeit in Berlin ein. Neben einem weiterhin hohen Neu-Bau-Geschehen trägt das noch größere Sanierungs- und Modernisierungsvolumen zu der guten Auslastung der Betriebe bei. Ein weiterer Umsatzgewinn ergibt sich langfristig aus der rechtlichen Verpflichtung zur CO2-Reduzierung und durch die zunehmende E-Mobilität.
Quelle: Messe Berlin