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Deutsche Bank Research

Deutsche Elektroindustrie wird ab 2010 wieder wachsen

In diesem Jahr wird die Elektroindustrie um 20 Prozent schrumpfen. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Bank Research in ihrer Studie „Deutsche Elektroindustrie“. Bereits 2010 werde sich die Elektroindustrie jedoch wegen ihres Fokus auf Investitionsgüter als eine der ersten Branchen wieder aus der Rezession lösen und um sechs Prozent wachsen. Der in Zusammenarbeit mit dem ZVEI erarbeitete Bericht ist eine detaillierte und zugleich kompakte Analyse der strukturellen und konjunkturellen Entwicklung.

Deutsche Elektroindustrie wird ab 2010 wieder wachsen

2010 wird sich die Elektroindustrie wegen ihres Fokus auf Investitionsgüter als eine der ersten Branchen wieder aus der Rezession lösen

Deutsche Elektroindustrie 2009 noch im Abschwung

Der Präsident des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., Friedhelm Loh, sieht die Elektroindustrie noch im Abschwung.

Weit mehr als 70 Prozent des Produktportfolios seien Investitionsgüter und 13 Prozent Bauelemente, also Erzeugnisse, die von anderen Industriezweigen abgenommen werden.

„Die deutsche Elektroindustrie kann sich daher dem Abwärtssog der Weltwirtschaft nicht entziehen. 40 Prozent weniger Aufträge im April gegenüber dem Vorjahr, über 30 Prozent minus bei Umsatz und Produktion – einen größeren Rückgang haben wir noch nie verzeichnet."

Mehr zum Thema: Elektroindustrie

Wachstum der Elektroindustrie um 3 Prozent pro Jahr

Prof. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, sagt, „vieles spricht dafür, dass die Elektroindustrie den Wachstumspfad mit plus drei Prozent pro Jahr nach der Rezession wieder erreicht.“

„Die Ausrichtung auf Investitionsgüter wird der Branche nutzen, sobald es mit der Wirtschaft wieder bergauf geht", urteilt Philipp Ehmer, Branchenanalyst bei Deutsche Bank Research und Autor der Studie.

Loh betonte bei der Vorstellung des Berichts: "Die hohen globalen Leistungsbilanz-Ungleichgewichte stellen den Exportweltmeister Deutschland auf eine harte Probe." Deshalb werde es in Zukunft wichtiger denn je, innovative und hochtechnologische Produkte zu haben, die international wettbewerbsfähig sind.

Klimawandel als wichtiger Treiber

Ein wichtiger Treiber für die nächsten Jahre sei der Klimawandel, der Nachfrage nach energieeffizienten Produkten schaffe.  Dagegen hemme der demografische Wandel und der absehbare Mangel an Ingenieuren das Wachstum der Branche, heißt es in der Studie. Schon heute liegt das Durchschnittsalter der Ingenieure in der Elektroindustrie bei 45 Jahren.


Quelle: www.zvei.de

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