Stromunfälle und ihre Vermeidung standen im Mittelpunkt eines Workshops, zu dem der VDE eine Reihe von Experten nach Dresden eingeladen hatte. Zu den Themen gehörten Maßnahmen zur Qualitätssicherung ebenso wie die medizinisch/biologischen Aspekte eines Stromdurchflusses durch den Körper.
Auswirkungen des elektrischen Stroms auf den menschlichen Körper
Schmerzhafte Erfahrungen mit elektrisch leitenden Teilen sind vermutlich kaum einem Menschen erspart geblieben. Zum Glück sind die meisten „Stromschläge“ eher glimpflicher Natur. Dabei darf nicht übersehen werden, dass dramatische Stromunfälle keineswegs selten sind. So sterben in Deutschland jährlich rund 200 Personen an den Folgen einer Stromeinwirkung auf den menschlichen Körper.
Die Folgen eines Stromunfalls sind abhängig von der Empfindlichkeit des einzelnen Gewebes. Es können Brandverletzungen entstehen, aber auch Lähmungen der Muskulatur oder Knochenbrüche und Frakturen aus Folgeunfällen, wie zum Beispiel des Sturzes von einer Leiter nach einem elektrischen Schlag.
Verantwortlich für die Folgen eines Stromunfalls ist die Leitfähigkeit des menschlichen Körpers. Kommt infolge einer Berührung ein Stromfluss durch den Körper zustande, ist dieser von der Spannung und dem resultierenden Widerstand abhängig. Der Strom verhält sich proportional zur Spannung und umgekehrt proportional zum Widerstand. Berührt der Mensch ein elektrisch leitendes Teil, wird der Stromkreis über Hände, Körper, Füße und Erdreich geschlossen. Dabei ist der Strom umso größer, je kleiner der Widerstand ist. Nasse Hände, schlecht isolierende Schuhe und großflächige Berührung machen den Widerstand klein, was einen hohen Strom zur Folge hat.
Quelle: www.openpr.de