Betriebliche Anweisungen
Der richtige Umgang mit Arbeitsanweisungen
Arbeitsanweisungen werden dann erstellt, wenn eine Arbeitsfolge eingehalten werden muss, um zu einem technisch richtigen Ergebnis zu gelangen, beispielsweise bei Arbeiten unter Spannung. Die Arbeitsanweisung betrifft oft nur einen Arbeitsablauf an einem bestimmten Ort, kann aber durchaus auch für sich wiederholende Arbeitsabläufe angelegt werden, bei denen sich gegebenenfalls die örtlichen Gegebenheiten ändern können.
Der richtige Umgang mit Arbeitsanweisungen
Gültigkeit
Die spezielle Arbeitsanweisung gilt für den jeweils genannten Arbeitsablauf. Sie ist meist mit dem Arbeitsauftrag verknüpft. Der sich wiederholende Arbeitsablauf wird durch eine Dauerarbeitsanweisung geregelt. Durch Unterschrift des Mitarbeiters sind beide gleichrangig gültig. Es ist dann zu überlegen, ob ein sich wiederholender Arbeitsablauf durch eine ständig geltende Betriebsanweisung besser geregelt werden kann. Dies umso mehr, wenn vorgesehen ist, bei der vorgeschriebenen Unterweisung Betriebsanweisungen zu verwenden. Die Arbeitsanweisung gilt jeweils zusammen mit dem Arbeitsauftrag.
Inhalt
Die Arbeitsanweisung enthält u.a. sicherheitstechnische Details,
wie etwa Feststellen des Zustandes der zu verwendenden Ausrüstungen und
Geräte vor Beginn der Arbeit, Einrichten des Arbeitsplatzes, Sicherheits-
und Schutzmaßnahmen, Prüfen des elektrischen Zustandes der Anlage/Maschine,
Durchführung der Arbeiten, Prüfung der elektrischen Anschlüsse
durch Messung, Abräumen des Arbeitsplatzes und Freigabe. Mit der Ausführung
dieser Tätigkeit werden vom Verantwortlichen entsprechende Elektrofachkräfte
beauftragt, die letztlich diese Arbeitsanweisung unterschreiben. Um eine Arbeitsanweisung
zu erstellen, empfiehlt es sich, alle Unterlagen für die auszuführende
Arbeit zusammenzustellen, den Arbeitsablauf durchzugehen und den konkreten
Anwendungsfall vor Ort zu besichtigen.
Zur Erstellung einer Arbeitsanweisung
müssen alle Angaben im Anwendungsfall genau geprüft werden.
Angaben zur Arbeitsanweisung
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Name der Firma |
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Arbeitsbereich, Arbeitsplatz, Tätigkeit |
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Name des Arbeitsverantwortlichen und Anlagenverantwortlichen |
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Datum, Unterschrift des Arbeitsverantwortlichen |
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Unterschrift der Elektrofachkraft, die die Arbeiten ausführt oder aufsichtsführend tätig ist |
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Geltungsbereich und Tätigkeitsbezeichnung |
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Gefahren für Mensch, Umwelt und Anlagen einschließlich der Maschinen |
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Betriebsanleitung vom Hersteller/Ersteller der Anlage beschaffen |
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Ausrüstungen und Geräte, Werkzeuge, Schutz und Hilfsmittel: Festlegung der erforderlichen Eigenschaften, Anwendung, Lagerung, Instandhaltung, Transport und Prüfungen, Kennzeichnung, Pflege, Aufbewahrung von Werkzeugen, Ausrüstungen, PSA, Hilfsmitteln. Beispiel: Werkzeuge, die nur bis 1.000 V Nennspannung zugelassen sind, mit entsprechender Kennzeichnung |
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Umgebungsbedingungen: Einschränkung der Arbeit bei ungünstigen Umgebungsbedingungen, z.B. bei Gewitter, Regen, zu hoher Luftfeuchtigkeit, Sturm, Luftverschmutzungen, Hitze oder auch Platzproblemen |
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Organisation von Arbeitsabläufen: Es sind umfangreiche Arbeitsvorbereitungen zu treffen; die Maßnahmen des Anlageverantwortlichen bzw. Arbeitsverantwortlichen sind unbedingt zu befolgen |
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Festlegung der Schutzmaßnahmen, Standortisolierung: Dazu gehört auch die Absperrung der Arbeitsstelle, das Abschranken, die Isolierung benachbarter Spannung führender Teile, Einhaltung des Abstands |
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Verhalten bei Störungen: Betriebsregelungen festlegen, Vorgesetzten benachrichtigen, Telefonnummer angeben, Telefonnummer des Ersthelfers, des Arztes und des Rettungsdienstes; Notruf: 112 – Erste Hilfe: 112 |
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Entsorgung: Regel des Betriebs beachten, Sammelbehälter für Gefahrstoffe |
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Instandhaltung der Ausrüstungen und Geräte, Werkzeuge und Hilfsmittel: Säubern, auf Beschädigungen achten, Reparaturen, auf Funktionsfähigkeit prüfen, ordnungsgemäß lagern (Magazin) |
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Festlegung nach Beendigung der Arbeit: Arbeitsplatz abräumen, prüfen, ob Werkzeuge oder Gegenstände am Arbeitsplatz zurückgelassen wurden Überprüfen (Messen) auf Funktionsfähigkeit nach beendeter Arbeit. Notfalls ein Abschluss- oder Prüfprotokoll erstellen. |
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Freigabe: Datum: ................ Zeit: .................... Unterschrift: .................................... Die Freigabe hat schriftlich vom Arbeitsverantwortlichen zu erfolgen. Die Freigabe mit der konkreten Datums- und Zeitangabe kann auch durch den Arbeitsauftrag erfolgen. |
Im Anhang finden Sie drei Muster-Arbeitsanweisungen aus dem Niederspannungsbereich.
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