Beim Tausch der unisolierten NS-Freileitung durch eine isolierte wurde die Isolierung so stark beschädigt, dass der Leiter blank lag. Aus Zeitgründen konnte erst nach einigen Monaten der beschädigte Leitungsteil ausgewechselt. Dazu sollte die Freileitung freigeschaltet werden.
Im Verlauf einer Bahnstrecke musste der Standort eines Signalnachahmers verändert und somit das zugehörige Anschlusskabel (Typ NYY 5 x 1,4 mm² mit Blechmantel) verlängert werden. Die Arbeiten sollten im freigeschalteten Zustand von drei Monteuren durchgeführt werden.
Durch Missachtung der 5 Sicherheitsregeln ereignete sich ein tödlicher Störlichtbogenunfall an einer 20-kV-Station beim Umklemmen der Anschlüsse einer alten Station in eine neue.
Zwischendecken werden in der Installationspraxis leider immer wieder als „große Kabelschächte“ oder als sicher angesehen, wodurch es den einen oder anderen Elektroinstallateur schon mal überkommt, elektrische Betriebsmittel sowie Kabel und Leitungen einfach unbefestigt in der Zwischendecke abzulegen.
Das Arbeiten unter Spannung (AuS) ist nicht nur eine sichere Arbeitsmethode in den Bereichen der Elektroenergieerzeugung, -übertragung und -verteilung. Auch in anderen Wirtschaftsbereichen werden elektrische Anlagen betrieben, die nicht immer problemlos für Wartung, Reparatur und Instandhaltung nach den fünf Sicherheitsregeln freigeschaltet werden können.
Im Rahmen eines Fachgesprächs stellte sich die Frage, wie elektrische Betriebsräume, die keine direkte Verbindung nach außen besitzen, zu schützen sind, um bei einem Fehlerfall in der Schaltanlage die damit verbundenen Druckbelastungen auf Decken und Wände so gering wie möglich zu gestalten.
Beim Arbeiten an elektrischen Anlagen werden drei gleichwertige Arbeitsmethoden unterschieden: Arbeiten im spannungsfreien Zustand, Arbeiten unter Spannung (AuS) und Arbeiten in der Nähe unter Spannung stehender Teile. Alle drei Methoden setzen wirksame Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag sowie gegen Auswirkungen von Kurzschlusslichtbögen voraus.
Erdungsanlagen in Krankenhäusern stellen einen Teil der elektrotechnischen Gebäudeausrüstung dar. Sie dienen dem Schutz von Sachwerten und Menschenleben. Eine Erdungsanlage besteht aus mehreren Komponenten, die mehr oder weniger sichtbar am und im Baukörper plaziert sind. Die Art der Erdungsanlage hat einen Einfluss auf die Nutzung des Baukörpers.
Kabelnetze für Fernsehanlagen befinden sind in fast jedem Haushalt. Diese Netze sind entweder als Gemeinschaftsanlagen in Mehrfamilienwohnhäusern oder als Ein- bzw. Mehrteilnehmeranlagen in Einfamilienhäusern ausgebildet. Sie können über einen Breitbandkabel-Anschluss eines Netzbetreibers oder über eine eigene Antennen-Empfangseinrichtung verfügen.
Eines haben jedoch alle Anlagen gemeinsam. Sie müssen in den „Schutzpotenzialausgleich über die Haupterdungsschiene“ (vormals Hauptpotenzialausgleich) nach DIN VDE 0100-410:2007-06, Abschnitt 411.3.1.2 eingebunden werden.
Häufig wird die Frage gestellt, ob der Anschluss zu- und abgehender Leitungen in Verteilern auch mit losen Anschlussklemmen erfolgen kann. Befürworter dieser Lösung führen als Argument an, dass in Abzweigdosen ja auch lose Anschlussklemmen eingesetzt werden dürfen und hier wie dort mit Erschütterungen und Belastungen zu rechnen ist, denen lose Klemmen doch standhalten.
Sind lose Klemmen in Verteilern generell unzulässig und wie ist das zu begründen? Gibt es Ausnahmefälle?
Leuchte ist nicht gleich Leuchte und schon gar nicht gleich Lampe, und beim Installieren von Leuchten gelten klare Regelungen!
Welche Anforderungen an Leuchten gelten und welche Schutzklassen es gibt lesen Sie in diesem Beitrag.
Schutzisolierte Stromkreisverteiler benötigen keinen Schutzleiter. Wird er dennoch für die abgehenden Stromkreise benötigt und in den Stromkreisverteiler eingebracht, sind besondere Maßnahmen erforderlich. Allerdings treten hierbei auch sehr häufig Falschbehandlungen der zugeführten oder durchgeschliffenen Schutzleiter auf. Eine kurze Anleitung zur Fehlervermeidung.
DIN EN 50286 (VDE 0682-301) gilt für elektrisch isolierende persönliche Schutzkleidung, die beim AuS oder in der Nähe unter Spannung stehender Teile bis 500 V Wechselspannung bzw. 750 V Gleichspannung verwendet wird. Elektrisch isolierende Schutzkleidung ist nicht leitende Schutzkleidung, die den Durchgang elektrischen Stroms verhindert, wenn der Träger mit einem unter Spannung stehenden Teil in Berührung kommt.
Der zentrale Punkt der fünf Sicherheitsregeln ist das Erden und Kurzschließen. Damit wird der spannungsfreie Zustand für die Dauer der Arbeiten sichergestellt und dies auch bei Beeinflussungsspannungen, atmosphärischen Überspannungen oder irrtümlichem Wiedereinschalten. Doch auch diese Sicherheitsmaßnahme ist nur so sicher wie die dabei einzusetzenden Erdungs- und Kurzschließvorrichtungen (E+K-Vorrichtungen).
Es passiert immer wieder, obwohl die Gefahren auf der Hand liegen: Der Störlichtbogen erwischt den Installateur mit voller Wucht, Oberkörper, Kopf und Hände verbrennen im Funkenflug. Oft, weil Schutzkleidung fehlte oder falsch verwendet wurde. Entscheidend ist hier die richtige Kombination aus geeigneter Arbeitskleidung und Persönlicher Schutzausrüstung.
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