Erfolgreich Bewerben, Teil 1
Bewerbung: So machen Sie auf sich aufmerksam!
Eine gelungene Bewerbung öffnet Türen. Wer hier dagegen Fehler macht oder wichtige Details vergisst, wird aussortiert, bevor er sich persönlich beweisen kann. Was Sie unbedingt beachten sollten, stellen wir Ihnen auf elektrofachkraft.de in mehreren Folgen vor.
Die Bewerbung ist Ihre Visitenkarte - geben Sie sich Mühe damit
Klasse in der Masse zeigen, darauf kommt es bei der Arbeitssuche an: Rund jeder vierte Arbeitgeber in Deutschland erhält für eine angebotene Position mehr als 40 Bewerbungen. Das berichtet das Magazin „Focus“ in seiner Online-Ausgabe auf der Basis aktueller Studien.
Bei manchen Personalchefs gelte ein Stellenangebot, auf das nur 100 Bewerber antworten, als „Flop“ - bis zu 1000 Zuschriften sind keine Seltenheit. Wenn Sie sich durchsetzen möchten, sollten Sie schon auf dem Papier Persönlichkeit zeigen und überzeugen.
Die Bedeutung der Präsentation bei der Bewerbung
Jeder Personalchef wünscht sich engagierte Mitarbeiter, die sich mit ihrem Job identifizieren können. Wenn es Ihnen gelingt, bereits bei der schriftlichen Bewerbung zu zeigen, dass diese Eigenschaften auf Sie zutreffen, sind Sie einen großen Schritt weiter. Wie Karriereexperten berichten, werden rund 80 Prozent der Bewerbungen aufgrund mangelhafter Präsentation aussortiert.
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Was Sie bei der Bewerbung unbedingt beachten sollten
Nach einer Umfrage bei Personalleitern großer deutscher Unternehmen ist die äußere Form einer Bewerbung weitgehend Geschmackssache, sie hängt von der Branche und sogar von persönlichen Vorlieben der Chefs ab.
In kreativen Berufen sorgt eine besonders auffällige Gestaltung für Pluspunkte (wenn sie gelungen ist). In der Elektrotechnik hingegen ist die klassische Mappe meist die richtige Wahl. Bei gewissen Grundregeln ist man sich indes weitgehend einig.
Was Sie bei jeder Bewerbung beachten sollten:
- Hochwertiges Papier verwenden, das fühlt sich gut an und bietet ein klares Schriftbild
- Eselsohren und Kaffeeflecken sind ein absolutes „No Go“
- Empfohlene Formatierung: Klassischer Schrifttyp (z. B. Times New Roman), Schriftgröße 12 oder 13 Punkt, Zeilenabstand 1,5
- Klare, präzise Formulierungen verwenden
- Auf gute Rechtschreibung achten (am besten Korrektur lesen lassen)
- Name, Rechtsform und Anschrift des Unternehmens sowie Ansprechpartner korrekt wiedergeben
- Kontaktdaten und Unterschriften nicht vergessen (auf Anschreiben und Lebenslauf)
Email-Bewerbung oder Briefpost?
Auch wenn bestimmte Formalitäten immer noch gelten: Viele Firmen stellen es ihren Bewerbern mittlerweile frei, ihre Unterlagen per Email oder per Briefpost zu schicken. Oft geht die gewünschte Form bereits aus dem Text der Stellenanzeige hervor. Fragen Sie aber im Zweifelsfall lieber telefonisch nach. Im Idealfall erhalten Sie dabei gleich die persönliche Emailadresse des Personalchefs.
Besonders aufmerksamkeitsstark ist auch eine eigene Bewerbungs-Homepage, auf die Sie in Ihrer Email verweisen können. Doch egal, auf welchem Weg Sie sich bewerben, ein aussagekräftiges Anschreiben gehört unbedingt dazu. In der Regel ist es sogar der entscheidende Teil der Bewerbungsunterlagen.
Unverzichtbar: Das Anschreiben
Schon das Anschreiben sollte deutlich machen, warum Sie die oder der Richtige für diese Position sind. Wenn Sie sich damit von Ihren Mitbewerbern abheben, wird sich der Personalchef die Mühe machen, auch Ihre weiteren Bewerbungsunterlagen anzusehen. Mit anderen Worten: Die besten Zeugnisse und Fähigkeiten gehen unter, wenn das Anschreiben ein Wegtritt ist.
Das Stelleninserat als Aufnahmetest
Von einer allgemeinen Anrede a lá „Sehr geehrte Damen und Herren“ wird im Allgemeinen abgeraten: Das ist unpersönlich und lässt vermuten, dass der Bewerber Standardbriefe verschickt, anstatt sich mit dem jeweiligen Unternehmen auseinander zu setzen.
In dem Stelleninserat wurde kein Ansprechpartner genannt? Das könnte eine erste Bewährungsprobe sein: Manch ein Betrieb verzichtet bewusst auf diese Angabe, um zu sehen, ob ein Bewerber die Eigeninitiative aufbringt, den Namen selbst herauszufinden. Die Antwort erhalten Sie vielleicht über die Homepage des Unternehmens, oder indem Sie in der Zentrale anrufen und den jeweiligen Ansprechpartner erfragen.
Standardfloskeln vermeiden
Bewerbungsexperten empfehlen grundsätzlich, im Anschreiben auf Standardfloskeln und gestelzte Formulierungen zu verzichten. Als überholt gelten zum Beispiel Sätze wie „Ich beziehe mich auf Ihr Stelleninserat vom 30. März im Stadtmagazin“.
Inzwischen ist es gang und gäbe, in der Betreffzeile auf das Jobangebot zu verweisen und dann gleich zur Sache zu kommen. Ein Personalleiter hat ohnehin viel zu lesen und freut sich über Briefe mit echtem Informationswert. Mit einem aussagekräftigen Text zeigen Sie, dass Sie sich dessen bewusst sind und beweisen Ihre Qualität als Mitarbeiter.
Kurz, knackig, aussagekräftig
Halten Sie Ihr Anschreiben in jedem Fall kurz und knackig. Es sollte möglichst auf eine DIN A4 – Seite passen. Faustregel: 1700 bis 2200 Zeichen (inklusive Leerzeichen). Sie sollten dabei nicht Ihren Lebenslauf noch einmal abschreiben, sondern in wenigen, überzeugenden Sätzen erklären, warum zum Beispiel die angebotene Stelle der Verantwortlichen Elektrofachkraft wie maßgeschneidert für Sie ist.
Bringen Sie Ihre stärksten Argumente zuerst: „Nach meiner achtjährigen Tätigkeit in leitender Position verfüge ich über umfassende Erfahrungen in der Führung und Überwachung von Elektrofachkräften“ und ergänzen Sie wichtige Qualifikationen wie „Die erforderliche Zusatzqualifikation für Arbeiten unter Spannung ist selbstverständlich vorhanden“.
Anschließend gehen sie darauf ein, warum Sie sich ausgerechnet auf diese Stelle bewerben, etwa weil Ihnen die Unternehmensphilosophie entspricht oder Ihnen der Einsatzort besonders zusagt. Runden Sie Ihr Anschreiben mit einem schönen Schlusssatz ab, wobei Sie Selbstbewusstsein zeigen sollten: Statt einem zögerlichen „Es wäre schön, von Ihnen zu hören“ also besser ein starkes: „Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung“.
Im nächsten Teil unserer Serie "Erfolgreich Bewerben" geht es darum, wie Sie Ihren Lebenslauf optimal gestalten.
Links:
Tipps für Ihre Online-Bewerbung
Christine Lendt, www.recherche-text.de
Frau Lendt ist freie Journalistin.


