Online bewerben
So kommt Ihre Bewerbung wirklich an!
Viele Unternehmen bevorzugen heute digitale Bewerbungen. Wird im Stellenangebot eine digitale Bewerbungsform ausdrücklich erwünscht, sollten Sie sich hüten, die Papierform zu wählen. Aber online ist noch nicht gleich online. Eine Bewerbung über ein vorgegebenes Online-Formular ist etwas anderes als eine Email-Bewerbung.
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Bewerbungen über Online-Formulare sind aber für Sie als Bewerber ein mühsames Unterfangen. Sie werden gebeten, vorgegebene Felder einzeln auszufüllen. Vorbereitete Lebensläufe passen jedoch so gut wie nie. Manche Online-Formulare lassen wenigstens Anlagen zu, falls man eben doch ein bisschen mehr zu sagen hat. Allerdings ist meist nur ein Attachment erlaubt, das von der Größe her begrenzt ist.
Häufiger ist mittlerweile die E-Mail-Bewerbung. Doch hier auch müssen Sie einige Regeln beachten. Schenken Sie Ihren Unterlagen ebenso große Beachtung wie Ihren papierenen Bewerbungen. Denn viele Personaler bescheinigen den eingehenden Email-Bewerbungen immer noch ein geringeres Niveau als den klassischen Bewerbungen.
Die 9 wichtigsten Tipps, damit Ihre Email-Bewerbung wirklich ankommt
- Tipp: Nutzen Sie die persönliche
E-Mail-Adresse des Empfängers
Nach Möglichkeit sollte die Bewerbung nicht irgendwo im digitalen Nirwana landen. info@unternehmen.de oder personal@firma.de sind schlechte Anlaufstellen. Häufig finden Sie eine persönliche E-Mail Adresse in dem Stellenangebot oder auf der Unternehmens-Website. - Tipp: Gestalten Sie Ihre
Unterlagen individuell
Verschicken Sie keine unpersönlichen Standard-Anschreiben. Formulieren Sie immer ein Anschreiben, das sich auf das Stellenangebot bezieht. Verwenden Sie "Sehr geehrte Damen und Herren" nur im äußersten Notfall. Machen Sie lieber den Ansprechpartner ausfindig. Nennen Sie auf dem Deckblatt den Unternehmensnamen. - Tipp: Benennen Sie Ihre
Dateien eindeutig
Benennen Sie Ihre Datei(en) mit ihrem Namen, nach dem angeschriebenen Unternehmen und mit Datum, etwa so: max_munzel_basf_01_05_07. So werden Ihre Bewerbungsunterlagen im Unternehmen in dessen elektronischer Ablage schnell wieder gefunden und gleichzeitig vermeiden Sie den Eindruck eines "Massenmailings". - Tipp: Wählen Sie eine
seriöse Absender-Adresse
Fast jeder verfügt heute über mehrere E-Mail-Adressen. Email-Bewerbungen müssen nicht von einem "Spaß-Account" verschickt werden. Haben Sie privat nur eine Email-Adresse der Marke ichbinganz@okay.de, sollten Sie sich für Ihre nächste Bewerbung dringend um einen seriösen Account wie: Vorname.Nachname@Provider.de kümmern. - Tipp: Testen Sie die
Unterlagen vor dem Versand
Versenden Sie niemals mehrere Bewerbungen gleichzeitig. Das ist zu fehleranfällig. Schicken Sie Ihre Bewerbung als Test immer zuerst an sich selbst. Öffnen und lesen Sie dann jedes Dokument erneut. So sehen Sie, ob alles fehlerfrei ist. - Tipp: Halten Sie die
Datenmenge gering
E-Mail-Bewerbungen von 8MB oder mehr bekommt niemand gern. Sie sind auch völlig unnötig. Dieses ist der sicherste Weg, dass Ihre Unterlagen sofort gelöscht werden. Ihre Unterlagen sollten eine Datenmenge von 1MB nicht überschreiten. - Tipp: Verwenden Sie ein einheitliches
Format
Meiden Sie exotische Formate, animierte PowerPoint-Präsentationen oder einen Mix aus Word-, JPG- und PDF-Dateien. Bleiben Sie einheitlich, empfehlenswert sind PDF-Dateien. - Tipp: Verschicken Sie ein
zusammenhängendes Dokument
Verschicken Sie Ihre Anlagen als ein zusammenhängendes PDF-Dokument. Achten Sie darauf, dass Ihre Unterlagen im PDF auch in der richtigen Reihenfolge gespeichert sind. - Tipp: Formulieren Sie wie
in anderen offiziellen Anschreiben
Auch wenn manche meinen, im E-Mail-Verkehr sei alles etwas lockerer: Achten Sie peinlich genau auf die Groß- und Kleinschreibung und meiden Sie phonetische Abkürzungen. (Zum Thema Smileys in Bewerbungsschreiben braucht wohl nichts gesagt werden.) Verfassen Sie Ihre Email-Bewerbung mit der gleichen Sorgfalt wie die klassische schriftliche Bewerbung. - Tipp: Achten Sie auf eine
Eingangsbestätigung
Leider kommt nicht jede Email an. Achten Sie auf eine Eingangsbestätigung, die im übrigen jede seriöse Firma mittlerweile ganz selbstverständlich verschickt. Bekommen Sie keine Eingangsbestätigung, dürfen Sie nach einer Woche ruhig nachfragen. Das ist in jedem Fall besser, als das Ihre mit viel Mühe erstellte Bewerbung in einem Spamfilter unbemerkt vor sich hinschlummert.


