Document Actions

Stressmanagement

Mit Nervosität im Job umgehen

Herzklopfen, trockener Mund, zitternde Hände: Symptome wie diese überfallen viele Menschen, wenn es darum geht, sich vor Publikum zu präsentieren. Gerade im Job kann das unerwünschte Folgen haben. Was Sie gegen Nervosität tun können.

Wenn eine Situation ansteht, die Nervosität hervorrufen könnte, hilft mentales Training zur Vorbereitung

Wenn eine Situation ansteht, die Nervosität hervorrufen könnte, hilft mentales Training zur Vorbereitung

Bestimmte Situationen im Berufsleben fordern Nervosität geradezu heraus.

Es kann beim Vorstellungsgespräch passieren, bei einer Präsentation, mitten im Gespräch mit Vorgesetzten oder Kunden.

Neben körperlichen Anzeichen kommt es zu Unsicherheit, bis hin zu Angst und Blackout. Plötzlich fehlen die Worte, der Kopf ist leer, obwohl man sich doch so gut vorbereitet hatte.

Selbst eine Person in leitender Funktion, wie eine Verantwortliche Elektrofachkraft, hat mitunter ihre Schwierigkeiten damit.

Strategien gegen Nervosität

Unter Nervosität versteht man, unabhängig von der Situation, eine Form der inneren Unruhe und Anspannung. Ursache ist eine Aktivierung des vegetativen Nervensystems, die wiederum durch die Ausschüttung von Stresshormonen bedingt wird. Um diesen körperlichen Vorgängen entgegen zu steuern, helfen bereits ein paar einfache Methoden, zum Beispiel:

  • bewusst lang und tief atmen
  • Entspannungsübungen
  • Spaziergänge
  • Verzicht auf Nikotin, Kaffee und Alkohol 
  • Vermeidung von Stressauslösern (Stressoren)
Mehr zum Thema: Stress

Das alles mag simpel klingen, es wird im Alltag jedoch oft vergessen. Sobald Stress aufkommt, geht zum Beispiel die Atmung schneller und flacher.

Wenn Sie sich angewöhnen, Ihre Atmung in solchen Stress-Situationen zu kontrollieren, wird Nervosität auch seltener eine Rolle spielen.

Mentales Training und Atemtechniken

Wann immer eine Situation ansteht, die Nervosität hervorrufen könnte, hilft mentales Training zur Vorbereitung: Stellen Sie sich genau vor, wie Sie zum Beispiel den anstehenden Vortrag halten, dabei ruhig und gelassen sprechen und Ihre Mitarbeiter aufmerksam zuhören. Atmen Sie vor dem Betreten des Raumes mehrmals tief durch.

Auch beim Sprechen schützt eine ruhige, kontrollierte Atmung vor Nervosität.

Unruhe entsteht auch durch Unsicherheit. Je besser Sie auf eine berufliche Situation vorbereitet sind, desto gelassener können Sie ihr begegnen.

Besorgen Sie sich ausreichend Informationen über das, was Sie erwartet. Viele Bewerber wissen beispielsweise gar nicht genau, worauf es bei einem Vorstellungsgespräch ankommt - und fühlen sich dann überrumpelt. Da ist Nervosität vorprogrammiert.

Nervosität beim Vorstellungsgespräch

Von einem entscheidender Fehler berichten Karriereberater: Der Bewerber empfindet das Vorstellungsgespräch als Prüfung und hat mit seiner Nervosität zu kämpfen. Dadurch vermittelt er den Eindruck, dass ihm die Situation unangenehm ist.

Wer dem Personalchef dagegen mit der Einstellung gegenüber sitzt, ein interessantes Fachgespräch über die Tätigkeit und das Unternehmen zu führen, nimmt die Situation gelassener wahr.

Abgesehen davon ist Nervosität in solchen Situationen erlaubt. Schließlich weiß jeder, dass es hier ums Ganze geht. Unter Umständen ist es sogar angebracht, offen zu sagen „Ich bin etwas nervös, dieses Gespräch bedeutet mir sehr viel“. Das wirkt selbstbewusster als zitternde Hände, die ohnehin viel über Ihren Gemütsverstand verraten.

Konzentrieren Sie sich beim Vorstellungsgespräch vor allem auf Ihre Kompetenzen. Auch wenn Sie in dem Moment feuchte Hände haben, ändert das nichts an der Tatsache, dass Sie als Elektrofachkraft zum Beispiel über zwölf Jahre Berufserfahrung bei Arbeiten unter Spannung verfügen. Sie wissen, dass Sie selbst bei kritischen Tätigkeiten die Ruhe selbst sind, und ein Personalchef sollte wissen, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.

Mehr zum Thema: Elektrofachkraft

Mehr Sicherheit beim Auftritt

In gewissen Branchen ist ruhiges und souveränes Auftreten allerdings Voraussetzung für den Erfolg, vor allem bei häufigem Kundenkontakt. Da wird von einem Bewerber schon erwartet, dass er mit Stress umzugehen weiß und seine Unsicherheiten im Griff hat.

Falls Sie zu Nervosität neigen, kann zum Beispiel ein Seminar für Kommunikation mehr Sicherheit beim Auftritt bringen.

Nervosität bei der Präsentation 

In vielen Branchen gehört es zum Alltag, frei vor Mitarbeitern, Kunden oder Führungskräften sprechen zu müssen. Ob es darum geht, ein Layout für Werbemaßnahmen vorzustellen, ein Seminar zu halten oder Kollegen zu unterweisen. Ein wenig Nervosität gehört meist dazu.

Wie stark es den Vortragenden trifft, hängt von der Erfahrung, Persönlichkeit und Tagesverfassung ab. Auch das Wesen der anwesenden Personen spielt eine Rolle: Die eigene Nervosität bekommt mehr Gewicht, wenn Andere selbstbewusster, souveräner und gelassener auftreten. Umgekehrt fällt es leichter, sich stark zu präsentieren, wenn Andere vor lauter Nervosität auf ihren Stühlen herumrutschen.

Auch hier sind Sie besser dran, wenn sie sich vorab auf die Situation in all Ihren möglichen Facetten einstellen: Wer wird mit am Tisch sitzen? Mit welchen Einwänden müssen Sie rechnen? Wappnen Sie sich mit Argumenten. Wenn Sie sich als kompetenten Vortragenden sehen, wird sich die Nervosität im Hintergrund halten.

Fazit

Nervosität kann jeden Menschen in bestimmten beruflichen Situationen treffen. Dennoch empfinden sich viele Arbeitnehmer als weniger kompetent, nur weil sie nervös sind. Wer sich die eigenen Stärken in Erinnerung ruft und Strategien zur Vermeidung von Stress anwendet, kann Herzklopfen und Händezittern entgegenwirken.


Christine Lendt, www.recherche-text.de
Frau Lendt ist freie Journalistin.


Veröffentlicht:
2009-07-27

Diesen Artikel bookmarken bei...
Mister Wong del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena oneview Yahoo MyWeb BlinkList YiGG Webnews
Elektrofachkraft aktuell Newsletter
  • Unser Newsletter hält Sie immer auf dem Laufenden über die aktuellen Trends und Entwicklungen im Bereich Elektrosicherheit.
Choose a newsletter

Bitte geben Sie Ihre E-mail Adresse ein